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Verluste einkalkuliert: Toyota will eine Million Wasserstoffautos verkaufen

Toyota hat in Japan ein Brennstoffzellenauto vorgestellt, das in Serie produziert und in den normalen Handel kommen wird. Es fährt weiter als Elektroautos mit Akkus und tankt schneller auf.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Toyota FCV
Toyota FCV (Bild: Yuya Shino/Reuters)

Toyota hat mit dem FCV eine Oberklassenlimousine vorgestellt, die ab April 2015 in Japan und im Sommer des Jahres in den USA und Europa verkauft werden soll. Das Fahrzeug soll bis zu 500 km mit einer Tankfüllung fahren können und eine Leistung von etwa 100 kW haben. Toyota will die Brennstoffzellentechnik durch eine starke Reduktion des Platinanteils deutlich günstiger machen, doch ein Problem bleibt: Wo sollen die Autofahrer tanken?

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Dem Wochenmagazin VDI-Nachrichten hat Toyotas Chefentwickler Katsuhiko Hirose zu den geplanten Absatzzahlen etwas erklärt, das den Ehrgeiz der Pläne aufzeigt: Verluste seien bewusst eingeplant worden.

Toyota wolle bei der Einführung der Brennstoffzellen-Technik für Autos extrem langen Atem beweisen. Beim Absatz hoffe man auf eine ähnliche Entwicklung wie bei der Hybridtechnik, bei der Toyota als Vorreiter für den Großserieneinsatz gilt. Die VDI Nachrichten haben nachgerechnet: Beim Prius habe Toyota 10 Jahre gebraucht, um eine Million Fahrzeuge zu verkaufen. 10 bis 15 Jahre für eine Million Fahrzeuge kalkuliere Katsuhiko Hirose auch bei der Brennstoffzellentechnik ein, sagte der Chefentwickler der Zeitung.

Das FCV solle in Europa unter 80.000 Euro kosten, berichten die VDI Nachrichten. Teslas Model S ist etwas günstiger, während mehr als zwei Toyota Prius für diesen Preis zu haben sind. In Japan wird ein Preis von 7 Millionen Yen netto (umgerechnet 50.000 Euro) aufgerufen.

Das Toyota-Management wolle längere Anlaufverluste in Kauf nehmen und plane in sehr langen Amortisationszyklen. Sonst wäre es unmöglich, die Brennstoffzellentechnik in den Markt einzuführen.

Um das Fahrzeug günstiger zu machen, will Toyota den Platin-Anteil in der Membranelektrodeneinheit senken. Im nächsten Jahrzehnt wolle man nur noch so viel des Edelmetalls einsetzen wie derzeit in einem Kat eines Dieselautos.

Ob Toyota schon 2015 das FCV in Deutschland anbieten will, verriet Hirose nicht. Deutschland sei aber besonders wichtig, weil hier schon lange an einer Wasserstoffinfrastruktur gearbeitet werde. Einige Tankstellen gibt es zwar bereits, doch eine flächendeckende Infrastruktur existiert noch lange nicht.

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plutoniumsulfat 30. Jun 2014

Busse fahren zwar nicht so weite Strecken, dafür aber eine Linie nach der nächsten...

Replay 28. Jun 2014

Yaris heißt das Zauberwort.

Ach 28. Jun 2014

Oh, ein Schlachtfeld weniger, klingt annehmbar :]. Muss man halt nur beim Befüllen recht...

Technikfreak 27. Jun 2014

Wenn man kommentiert, sollte man schon besser lesen können. Erstens sagte er nicht, dass...

tingelchen 27. Jun 2014

Deshalb ist jetzt auch wieder die Maut Pauschale im Gespräch. Weil die so schön KM...


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