Verkehrswende: Stadtwerke Tübingen stellen Schnellladestation für Züge vor

Als Alternative zum Diesel gibt es Züge mit Akkus, die geladen werden müssen. Statt einer Oberleitung gibt es dafür nun die Schnellladestation.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Ein Batteriezug an der Schnellladestation der Stadtwerke Tübingen.
Ein Batteriezug an der Schnellladestation der Stadtwerke Tübingen. (Bild: Stadtwerke Tübingen)

Ladetests unter Realbedingungen an der Schiene: Die Stadtwerke Tübingen haben am 14. Oktober ihre mit einem Schweizer Unternehmen entwickelte Schnellladestation für Batteriezüge vorgestellt. Nach über zwei Jahren Entwicklungszeit wurde in Ammerbuch (Kreis Tübingen) ein Batteriezug an diese Schnellladestation (Voltap) angedockt und aufgeladen, wie die Stadtwerke mitteilten.

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Die Technik solle die noch nicht elektrifizierten Lücken im bundesweiten Schienennetz schließen und damit den Weg zum breiten Einsatz von Batteriezügen ebnen. "Auf diesen Moment haben wir gewartet: Endlich hatte unsere Schnellladestation ihr erstes 'Schienen-Rendezvous' mit einem echten Batteriezug", sagte Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen.

Die Schnellladestation ist eine Art Trafohaus in der Größe einer Fertiggarage. An ihr befinden sich zwei Masten mit Ladeschienen, an denen der ausgefahrene Ladearm auf dem Dach des batteriebetriebenen Zuges Strom tanken kann. Laut Mitteilung ist die Schnellladestation technisch mit Batteriezügen sämtlicher Hersteller kompatibel, wenn deren Bordelektronik dafür eingestellt wird.

Die Stadtwerke Tübingen liefern seit der Liberalisierung des Bahnstromnetzes im Jahr 2014 Strom für Elektrozüge. Mit Schnellladestationen will das Unternehmen eigenen Angaben zufolge in den Batteriezweig vordringen und investiert daher in die Infrastruktur.

20 Minuten für einen vollen Akku

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Die Ladestation kann mit einer Leistung von 1.200 Kilowatt laden. "Je nach Ausrüstung des Batteriezuges kann die Station einen solchen Zug in bis zu 20 Minuten voll laden. Die Akkuzüge könnten damit dann bis zu 120 Kilometer fahren, je nach Strecke", erklärte der Leiter der Stabsstelle Bahn bei den Stadtwerken, Sebastian Jäger.

Rund 40 Prozent des deutschen Schienennetzes ist laut Jäger bislang auf den Einsatz von Diesellokomotiven angewiesen, weil es nicht elektrifiziert ist. Für diese Strecken seien die batteriebetriebenen Züge sinnvoll, die bisher über einen Stromabnehmer geladen werden. So sind etwa meist die Hauptbahnhöfe von größeren Städten über eine Oberleitung elektrifiziert. Auf Strecken, bei denen dies aber nicht möglich ist, könnte eben eine Schnellladestation Abhilfe schaffen.

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