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Verkehrswende: Radar- und Wärmesensoren für Radfahrer-Grünphasen in Berlin

Um Radfahrern bedarfsgerecht Grünphasen an einem gefährlichen Berliner Kreisverkehr zu schalten, werden nun Wärmebildkameras und Radar verwendet.
/ Andreas Donath
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Strausberger Platz in Berlin (Bild: Rabumms/Flickr)
Strausberger Platz in Berlin Bild: Rabumms/Flickr / CC-BY 2.0

Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg werden am Strausberger Platz Bauarbeiten durchgeführt, die auf eine verbesserte Verkehrssicherheit und einen flüssigeren Verkehrsfluss abzielen.

Wie Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) erläuterte(öffnet im neuen Fenster) , umfassen die Innovationen den Einsatz von Wärmebildkameras und berührungslosen Radartastern.

Im Rahmen eines Pilotprojekts werden an allen Fußgängerampeln berührungslose Radartaster getestet, die am Ampelmast angebracht sind. Diese Geräte erkennen automatisch wartende Fußgänger mittels Radar und lösen bei einer Person im Umkreis von 70 Zentimetern eine baldige Grünphase aus, berichtet die Berliner Morgenpost(öffnet im neuen Fenster) . Wie bisher können die Taster auch per Knopfdruck bedient werden.

Zusätzlich zu den Radartastern werden am Strausberger Platz Wärmebildkameras installiert. Diese Kameras, die an Lichtmasten montiert sind, erfassen Bewegungen auf den Radspuren. Wenn sich ein Radfahrer auf einer Geradeausspur befindet, registriert die Kamera dies und passt die nächste Grünphase an. Dieses System soll dafür sorgen, dass Autofahrer längere Grünphasen haben, wenn keine Radfahrer oder Fußgänger erfasst werden – und andersherum, dass Autofahrer länger vor roten Ampeln stehen, wenn Fahrradfahrer unterwegs sind.

Die Umbauarbeiten, die insgesamt 2,5 Millionen Euro kosten, beinhalten auch das Versetzen von Ampel, um deren Sichtbarkeit zu verbessern. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Barrierefreiheit umgesetzt, darunter akustische Signale und Rillenplatten. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, wie die Morgenpost berichtet..

Der Strausberger Platz hat sich nach Angaben der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in den letzten Jahren als Problemzone herausgestellt, da sowohl Autofahrer als auch Fußgänger und Radfahrer von der aktuellen Verkehrsregelung und Ampelschaltung verwirrt sind.


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