Verkehrswende: Lidl Niederlande will bis 2027 nur Elektro-Lkw benutzen
Lidl Niederlande hat angekündigt, bis 2027 alle Filialen im Land ausschließlich mit Elektro-Lkw beliefern zu lassen. Die Entscheidung war bis zum Jahr 2030 geplant und wird um drei Jahre vorverlegt, wie der Einzelhändler in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) erklärt. In den Provinzen Noord-Holland und Flevoland ist die Versorgung bereits zu 100 Prozent elektrisch.
In Almere in der Provinz Flevoland wurde ein neues Ladezentrum mit einer MCS-Ladestation mit 1.000 kW eröffnet. Lidl erzeugt in den Niederlanden über Solardächer eigenen Solarstrom, gespeichert wird der in Almere in einer 1-MWh-Batterie. Dadurch sieht man sich zum einen vor Spitzen im Stromverbrauch geschützt, zum anderen vor schwankenden Kraftstoffpreisen.
Auch die niederländische Lkw-Steuer wirke sich weniger auf das Unternehmen aus, so Ruud Mette, Transportleiter von Lidl Niederlande. Die Kostenvorteile sollen direkt an die Kunden weitergegeben werden, in Form von niedrigeren Preisen für Lebensmittel. Die Solaranlagen versorgen auch die Ladestationen für Pkw mit Strom.
Elektro-Lkw-Anteil in Deutschland noch gering
Auch in Deutschland kommen bei verschiedenen Einzelhändlern bereits E-Lkw zum Einsatz, allerdings bisher nicht so flächendeckend wie bei Lidl in den Niederlanden. Grundsätzlich ist der Anteil an Elektro-Lkw in Deutschland mit 109.000 Fahrzeugen noch überschaubar(öffnet im neuen Fenster), nimmt aber zu. Gemessen an der Gesamtzahl der Lkw liegt der Anteil der elektrischen Fahrzeuge bei erst 2,6 Prozent.
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