Die Verkehrswende braucht noch Unterstützung

Tatsache ist, dass die ohnehin schon hohen Preise für die E-Autos weiter steigen werden. Ein Grund ist die Preisentwicklung bei den Rohstoffen. Vor allem der Akkurohstoff Lithium ist immens teuer geworden. Das wird sich auch auf die Autos auswirken.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftliche Referentin oder wissenschaftlicher Referent (w/m/d)
    DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Bonn, Berlin
  2. Cyber Security Analyst (m/w/d)
    OEDIV KG, verschiedene Standorte
Detailsuche

Der Grund für die Einführung der Kaufprämie aber war ja, die teureren Elektroautos gegenüber den Verbrenner konkurrenzfähig zu machen. Der BEM befürchtet, dass die Verringerung der Kaufprämie die Käufer verunsichern wird. Den Autohäusern und Händlern, die ohnehin lieber Verbrenner verkaufen, werde die Motivation zur Verkehrswende genommen.

Das Preisargument ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Die Unterschiede im Preisniveau haben auch mit der Modellpolitik der Hersteller zu tun: Viele der aktuellen Elektroautos gehören in die Kategorie Mittelklasse oder gar obere Mittelklasse. Wer aber einen Kleinwagen sucht, wird Schwierigkeiten haben, das Elektroauto finden, das zu seinem Budget passt.

Die Konzerne machen große Gewinne

Hier sind die Automobilkonzerne gefragt, ihre Modellpolitik anzupassen. Deren Interesse dürfte aber angesichts der Milliardengewinne, die sie gerade machen, gar nicht so groß sein. Es wird jedoch gemunkelt, dass sie die Preise der Elektroautos absichtlich höher angesetzt hätten, weil es ja die Kaufprämie gebe.

Golem Karrierewelt
  1. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    06.-08.09.2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Gegen eine Kaufprämie lässt sich argumentieren, dass es nicht die Aufgabe des Staates ist, die Einführung neuer Produkte zu fördern und damit letztlich die Innovationskosten einer zögerlichen Industrie zu subventionieren. Auf der anderen Seite hatte die Prämie ja ein politisches Ziel, nämlich die drohende Klimakatastrophe durch eine Verkehrswende abzumildern.

Dieses Vorhaben hat die Regierung jedoch selbst konterkariert: Mit der sogenannten Spritpreisbremse hat sie mit Steuergeldern ausgerechnet jene Industrie subventioniert, deren Produkte die Klimaveränderung mit herbeiführen.

Es gibt zu wenig Ladesäulen

Da ist eine Förderung sauberer Technologien deutlich sinnvoller. Die Kaufprämie für Elektroautos gehört dazu. Sie reicht aber nicht aus. Was nutzt schließlich ein Elektroauto, wenn es zu wenig Möglichkeiten gibt, es zu laden? Nicht einmal die Hälfte der Kommunen in Deutschland verfügt über eine öffentliche Ladestation. An den Autobahnen stehen zwar vielerorts Schnelllader zur Verfügung. Doch oft genug sind diese inzwischen schon besetzt, wenn man mit leerem Akku auf der Raststätte ankommt.

Bis 2030, so steht es im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung, sollen 15 Millionen Elektroautos in Deutschland unterwegs sein. Anfang dieses Jahres waren es inklusive Plug-in-Hybriden knapp 1,2 Millionen.

Um das von der Koalition definierte Ziel zu erreichen, muss also noch einiges getan werden. Die Kaufprämie ist da sicher nur ein Mittel, um es zu erreichen. Sie zum jetzigen Zeitpunkt zu verringern, wo die Verkaufszahlen für die sauberen Autos gerade wieder etwas stagnieren, ist das nicht das richtige Signal.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Verkehrswende: Die niedrigere Kaufprämie ist das falsche Signal
  1.  
  2. 1
  3. 2


Kirschkuchen 01. Aug 2022 / Themenstart

Genauso rede ich aktuell auch über meine Kombination E-Scooter / Verbrenner. 98% meiner...

Brian Kernighan 01. Aug 2022 / Themenstart

Der Witz ist ja, dass mehr Fahrradverkehr sogar deutlich billiger für den Staat wäre und...

Brian Kernighan 01. Aug 2022 / Themenstart

...zumindest für gebrauchte E-Autos. Denn dann sind Neuwagen ja um die Förderung teurer...

Legendenkiller 01. Aug 2022 / Themenstart

Zumal man aktuell eh kaum E-Autos bekommt und dann noch teils über Listenpreis zahlen...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Dungeon Keeper
Wir sind wieder richtig böse!

Nicht Held, sondern Monster: Darum geht's in Dungeon Keeper von Peter Molyneux. Golem.de hat neu gespielt - und einen bösen Bug gefunden.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!
Artikel
  1. bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an
    bZ4X
    Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

    Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.

  2. Laptops: Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler
    Laptops
    Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler

    Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum Laptops mit vorinstalliertem Linux. Inzwischen liefern das aber sogar die drei weltgrößten Hersteller - ein überraschender Siegeszug.

  3. Entwicklerstudio: Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen
    Entwicklerstudio
    Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen

    Eidos Montreal würde gerne ein neues Deus Ex machen. Der Plan, damit Cyberpunk 2077 zu übertrumpfen, scheitert aber vorerst an einem Detail.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Samsung 980 1 TB 77€ und ASRock RX 6800 639€ ) • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 8 GB DDR4-3200 34,98€ ) • AOC GM200 6,29€ • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1 TB 119€) • Weekend Sale bei Alternate • PDP Victrix Gambit 63,16€ [Werbung]
    •  /