Verkehrswende: Autohersteller fordern Vorgaben für Ladeinfrastruktur von EU

Mehrere Unternehmen haben die Europäische Union (EU) aufgefordert, nationale Ziele für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos festzulegen. Das schreiben die Unternehmen aus der Automobilbranche, aber auch aus anderen Branchen in einem offenen Brief.
Die EU-Kommission hatte im Juli vergangenen Jahres das Klimamaßnahmenpaket Fit for 55 vor vorgestellt. Eine der vorgeschlagenen Maßnahmen sieht vor, ab 2035 keine neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge, die beim Fahren Kohlendioxid emittieren, mehr zuzulassen.
Die 27 Unternehmen, die den Brief unterzeichnet haben, unterstützen den Vorschlag der EU-Kommission zu den emissionsfreien Fahrzeugen. Aber dafür müsse auch eine entsprechende Ladeinfrastruktur vorhanden sein.
Es müssen genug Ladesäulen verfügbar sein
"Die politischen Entscheidungsträger der EU müssen auch verbindliche nationale Ziele für eine nahtlose elektrische Ladeinfrastruktur festlegen, die der wachsenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gerecht wird" , sagte Stuart Rowley, Chef von Ford in Europa.
Zu den 27 unterzeichnenden Unternehmen gehören unter anderem die Automobilhersteller Ford und Volvo, der Fahrdienst Uber und der Energieversorger Vattenfall. Das Europäische Parlament und die EU-Regierungen entscheiden voraussichtlich im Juni über ihre Positionen zum Vorschlag der Kommission. Ein endgültiges Gesetz könnte im Herbst verabschiedet werden. Zuvor müssen sich die Gesetzgeber aber noch auf einen Kompromiss einigen.