Verkehrssicherheit: EU-Projekt Timon vernetzt Fußgänger, Autofahrer und Radler

Von der Vernetzung der Autos untereinander und mit der Infrastruktur wird oft gesprochen. Andere Verkehrsteilnehmer bleiben aber meist außen vor. Das soll sich durch das europäische Forschungsprojekt Timon ändern: Es bezieht auch Radfahrer oder Fußgänger mit ein.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Fußgänger  und Radfahrer: lieber die Autofahrer vor den Fußgängern warnen als umgekehrt
Fußgänger und Radfahrer: lieber die Autofahrer vor den Fußgängern warnen als umgekehrt (Bild: Fraunhofer ESK)

"Achtung, eine Gruppe Kinder nähert sich der Fahrbahn" oder: "Vorsicht, in der Straße, in die du abbiegst, kommt ein Lkw entgegen." Solche Warnungen erhalten demnächst Autofahrer, Fußgänger und Radler in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana auf ihr Smartphone oder auf ein Display im Fahrzeug.

Inhalt:
  1. Verkehrssicherheit: EU-Projekt Timon vernetzt Fußgänger, Autofahrer und Radler
  2. Alle werden vernetzt
  3. Warnung vor Gefahren und Stauvorhersage
  4. Feldtest in Ljubljana

Die Idee des Projekts Timon ist die Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer. Ihre Position wird erfasst und, falls nötig, an andere Verkehrsteilnehmer übertragen. Ein Ziel der Vernetzung ist es, Staus zu vermeiden und den Verkehr besser fließen zu lassen. Vor allem aber sollen durch die Warnmeldungen Unfälle verhindert werden.

Timon ist ein europäisches Projekt

Timon steht für Enhanced Real Time Services for Optimized Multimodal Mobility Relying on Cooperative Networks and Open Data: Das ist ein europäisches Projekt, an dem zehn Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus sieben europäischen Staaten beteiligt sind. Aus Deutschland ist das Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik (ESK) in München dabei.

Die Vernetzung von Fahrzeugen ist nichts Neues: Viele Hersteller statten etwa ihre Autos mit Mobilfunk aus, um Daten zu bekommen. Auf der Bundesautobahn A9 werden verschiedene Systeme für die Vernetzung von Fahrzeugen getestet. Dabei sollen die Fahrzeuge untereinander (Car-to-Car, C2C, oder Vehicle-to-Vehicle, V2V) sowie mit der Infrastruktur (Car- oder Vehicle-to-Infrastructure, C2I oder V2I, übergreifend: Car- oder Vehicle-to-X, C2X, V2X) kommunizieren.

Fußgänger und Radfahrer sind gefährdet

Stellenmarkt
  1. CRM Application Manager (m/w/d)
    Getriebebau NORD GmbH & Co. KG, Bargteheide
  2. Anwendungsentwickler (d/m/w) Outputmanagement
    NÜRNBERGER Versicherung, Nürnberg
Detailsuche

Timon integriert zusätzlich noch Radfahrer und Fußgänger: Sie werden bei vielen Konzepten für den vernetzen Verkehr laut Fraunhofer ESK nur marginal berücksichtigt. Sie gelten aber als besonders gefährdet - Fußgänger und Zweiradfahrer werden auch als Vulnerable Road Users (etwa: verletzliche Straßennutzer, kurz: VRU) bezeichnet.

Timon will Radfahrern sichere Fahrt ermöglichen: Sie bekommen bei der Routenplanung Stecken vorgeschlagen, die wenig befahren, sicherer und angenehmer sind. Zudem sollen Autofahrer gewarnt werden, wenn Radfahrer oder Fußgänger ihren Weg kreuzen könnten.

Dafür müssen Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger voneinander wissen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Alle werden vernetzt 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


mrgenie 01. Sep 2017

Er hat ja schon Photovoltaikplatten für aufs Dach ausgedacht. In NL hat man schon Proben...

Sharra 01. Sep 2017

Wie gesagt: Liegt mit leerem Akku irgendwo herum. Da ist nichts mit Tracking. Auf der A9...

daydreamer42 01. Sep 2017

WLAN könnte eine mögliche Lösung sein (jedenfalls so lange die Kontakte in den...

0xDEADC0DE 01. Sep 2017

Nein, hat er nicht. Da stand nicht, dass man dazu aufs Smartphone schauen muss. Außerdem...

Bigfoo29 01. Sep 2017

Was das angeht, bin ich ebenso bei Dir. Wäre aber nicht das erste Mal, dass man denen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Tesla Model Y im Test
Die furzende Familienkutsche

Teslas Model Y ist der Wunschtraum vieler Model-3-Besitzer. Reichweite und Raumangebot überzeugen im Test - doch der Autopilot ist nicht konkurrenzfähig.
Ein Test von Friedhelm Greis

Tesla Model Y im Test: Die furzende Familienkutsche
Artikel
  1. Games Workshop: Warhammer-40K-Modell für 30.000 Euro auf Ebay versteigert
    Games Workshop
    Warhammer-40K-Modell für 30.000 Euro auf Ebay versteigert

    Der Youtuber Squidmar hat wochenlange Arbeit in den Warhammer-40K-Thunderhawk gesteckt. Das hat sich gelohnt: Er erzielt einen Rekordpreis.

  2. MX Keys Mini: Logitech bringt kompakte Flachtastatur für PCs und Macs
    MX Keys Mini
    Logitech bringt kompakte Flachtastatur für PCs und Macs

    Die Logitech MX Keys Mini verzichtet auf den Nummernblock. Dafür ist die flache Tastatur umso kompakter. Es gibt sie für PC und Mac.

  3. Thinkpad E14 Gen3 im Test: Ryzen-Laptop mit grandiosem Preis-Leistungs-Verhältnis
    Thinkpad E14 Gen3 im Test
    Ryzen-Laptop mit grandiosem Preis-Leistungs-Verhältnis

    Schon das Thinkpad E14 Gen2 war exzellent, bei der Gen3 aber hat Lenovo die zwei Schwachstellen - Akku und Display - behoben. Bravo!
    Ein Test von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Aktion: Win 10-Laptop oder PC kaufen, kostenloses Upgrade auf Win 11 erhalten • Bosch Professional & PC-Spiele von EA günstiger • Nur noch heute PS5-Gewinnspiel • Alternate (u. a. Asus TUF Gaming-Monitor 23,8" FHD 165Hz 179,90€) • 7 Tage Samsung-Angebote [Werbung]
    •  /