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Fußgänger  und Radfahrer: lieber die Autofahrer vor den Fußgängern warnen als umgekehrt
Fußgänger und Radfahrer: lieber die Autofahrer vor den Fußgängern warnen als umgekehrt (Bild: Fraunhofer ESK)

Warnung vor Gefahren und Stauvorhersage

Das seien "viele Brot-und-Butter-Anwendungsfälle", sagt Roscher, etwa: Ein Auto bleibt mit einem technischen Defekt liegen und informiert dann die nachfolgenden, dass sie vorsichtig fahren sollten.

Eine andere wichtige Anwendung wird die Warnung vor Fußgängern: Wenn sich eine größere Gruppe Fußgänger oder spielende Kinder schnell in Richtung einer Straße bewegen, dann sollen Autofahrer in der Umgebung eine Warnung bekommen. Wie weit das gehen könne, etwa ob ein Autofahrer eine Warnung erhalte, wenn ihm auf seiner Spur ein Fahrzeug entgegenkomme, müsse der Test zeigen, sagt Roscher. "Für ein Produktivsystem ist die Herausforderung abzustimmen, wie viel Informationen man dem Fahrer zumuten kann, ohne ihn zu überfordern."

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Fahrzeugdaten werden ausgewertet

Außer vor Gefahrensituationen zu warnen, soll Timon auch Staus vorhersagen. In das System werden neben den Daten der Verkehrsteilnehmer weitere Informationen eingespeist: Das können Verkehrsmeldungen sein, Daten aus Infrastruktursensoren über die aktuelle Verkehrsdichte oder Wetterdaten. Diese Daten werden dazu genutzt, um Vorhersagen über das Verkehrsaufkommen zu treffen.

Aus aktuellen Positionsdaten, die die Autos an das System senden, und aus den historischen Daten der vergangenen Tage und Wochen soll das System Staus vorhersagen können, noch bevor sie entstehen. Ein Autofahrer soll dadurch vor Antritt der Fahrt seine Route so planen können, dass er Stellen meidet, wo sich ein Stau bilden könnte, bis er dort eintrifft.

Es werden personenbezogene Daten erhoben

Eine wichtige Frage bei solchen Systemen ist der Datenschutz: Von den Teilnehmern werden personenbezogene Daten wie die Position erhoben. Zudem ist es nötig, den Weg der betroffenen Teilnehmer über eine kurze Distanz zu verfolgen, um etwa vorhersagen zu können, ob ein Fußgänger gleich auf die Straße laufe.

Dafür werden die Daten pseudonymisiert. Das bedeutet, jeder Teilnehmer erhält eine Reihe von Pseudonymen, die automatisiert geändert werden. Durch diese regelmäßigen Identitätswechsel soll es unmöglich sein, eine einzelne Person über eine längere Zeit zu verfolgen.

Der Verkehr soll sicherer werden

Ziel des Projekts ist es in erster Linie, den Verkehrsfluss zu gewährleisten sowie die Verkehrssicherheit zu verbessern. Timon gehört zum europäischen Aktionsprogramm Vision Zero. Es soll den Straßenverkehr so gestalten, dass keine Verkehrsteilnehmer schwer verletzt oder getötet werden.

"Das Ganze ist aber auch schon eine Vorarbeit für automatisiert fahrende Fahrzeuge", sagt Roscher. "Wenn Menschen Auto fahren, läuft vieles über nonverbale Kommunikation ab: Ich schaue, ob mich der andere sieht, und wenn ja, kann ich mich mit ihm verständigen und in die Kreuzung hineinfahren." Das funktioniere bei automatisiert fahrenden Fahrzeugen nicht.

 Alle werden vernetztFeldtest in Ljubljana 

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mrgenie 01. Sep 2017

Er hat ja schon Photovoltaikplatten für aufs Dach ausgedacht. In NL hat man schon Proben...

Sharra 01. Sep 2017

Wie gesagt: Liegt mit leerem Akku irgendwo herum. Da ist nichts mit Tracking. Auf der A9...

daydreamer42 01. Sep 2017

WLAN könnte eine mögliche Lösung sein (jedenfalls so lange die Kontakte in den...

0xDEADC0DE 01. Sep 2017

Nein, hat er nicht. Da stand nicht, dass man dazu aufs Smartphone schauen muss. Außerdem...

Bigfoo29 01. Sep 2017

Was das angeht, bin ich ebenso bei Dir. Wäre aber nicht das erste Mal, dass man denen...



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