Abo
  • Services:

Alle werden vernetzt

Das geht, indem die Verkehrsteilnehmer ihre Position und Route den anderen mitteilen. Sie brauchen also ein Gerät, mit dem sie ihre Position bestimmen und Daten übertragen können: das Smartphone. Autos werden mit einem Tablet sowie mit WLAN ausgestattet.

Stellenmarkt
  1. ETAS, Stuttgart
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

Die Kommunikation sei eine der technischen Herausforderungen für Timon, sagte Karsten Roscher Golem.de. Roscher ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Kommunikationstechnologien und -architekturen am Fraunhofer ESK. Die Schwierigkeit sei, dass verschiedene Kommunikationstechniken genutzt würden.

Autos kommunizieren spontan

Die Autos vernetzen sich untereinander mit einem speziellen Standard für die Fahrzeugkommunikation mit der Bezeichnung 802.11p oder ITS-G5. Dieser Standard beruht auf spontaner Kommunikation: Knoten, die sich in Reichweite befinden, finden sich und kommunizieren miteinander. Der Standard funkt auf einer Frequenz um 5,9 Gigahertz. Für das Projekt werden sogenannte Roadside Units (RSU) an einigen Ampeln angebracht, die als Relaisstationen fungieren.

Radfahrer und Fußgänger sind mit Timon über ihr Smartphone, also per Mobilfunk verbunden. Auch viele Autos sind inzwischen damit ausgestattet. Eine relativ statische Struktur wie ein Mobilfunknetz mit einem System ohne eine Struktur zu vernetzen, sei nicht ganz einfach, sagt Roscher. Die Fraunhofer-Forscher haben eine offene Kommunikationsplattform entwickelt, über die eine solche hybride Kommunikation möglich ist.

VW stattet den Golf künftig mit WLAN aus

Vorteil dieser Lösung: Über Timon können alle Fahrzeuge kommunizieren, die mit ITS-G5 ausgestattet sind - VW plant das beispielsweise für den nächsten Golf, der 2019 auf den Markt kommen soll. Fährt ein solches Fahrzeug nach Ljubljana, erhält der Fahrer über WLAN die Timon-Meldungen, auch wenn das Fahrzeug gar nicht zu dem Projekt gehört.

Neben der Kommunikationsinfrastruktur ist für Timon eine genaue Lokalisierung entscheidend. In erster Linie wird dafür das Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS) eingesetzt. Allerdings reicht das System laut Roscher nicht für eine spurgenaue Lokalisierung aus. Die hochgenaue Eigenpositionierung gehöre deshalb zu einem der Forschungsschwerpunkte des Projekts. Über Zusatzdaten, die die verschiedenen Teilnehmer untereinander austauschen, sollen sich die Ungenauigkeiten korrigieren lassen.

Standortbestimmung und die Kommunikation sollen ermöglichen, nützliche Dienste für die Verkehrsteilnehmer in Ljubljana anzubieten.

 Verkehrssicherheit: EU-Projekt Timon vernetzt Fußgänger, Autofahrer und RadlerWarnung vor Gefahren und Stauvorhersage 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Meistgelesen

Anzeige
Top-Angebote
  1. und 10€ Gutschein dazu erhalten
  2. 39,99€
  3. 64,99€
  4. 69,99€

mrgenie 01. Sep 2017

Er hat ja schon Photovoltaikplatten für aufs Dach ausgedacht. In NL hat man schon Proben...

Sharra 01. Sep 2017

Wie gesagt: Liegt mit leerem Akku irgendwo herum. Da ist nichts mit Tracking. Auf der A9...

daydreamer42 01. Sep 2017

WLAN könnte eine mögliche Lösung sein (jedenfalls so lange die Kontakte in den...

0xDEADC0DE 01. Sep 2017

Nein, hat er nicht. Da stand nicht, dass man dazu aufs Smartphone schauen muss. Außerdem...

Bigfoo29 01. Sep 2017

Was das angeht, bin ich ebenso bei Dir. Wäre aber nicht das erste Mal, dass man denen...


Folgen Sie uns
       


Das Abschlussgespräch zur E3 2018 (Analyse, Einordnung, Zuschauerfragen) - Live

Im Abschlussgespräch zur E3 2018 berichten die Golem.de-Redakteure Peter Steinlechner und Michael Wieczorek von ihren Eindrücken der Messe, analysieren die Auswirkungen auf die Branche und beantworten die Fragen der Zuschauer.

Das Abschlussgespräch zur E3 2018 (Analyse, Einordnung, Zuschauerfragen) - Live Video aufrufen
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter: Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter
Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt

Das Europaparlament entscheidet am Donnerstag über das Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Doch Gegner und Befürworter streiten bis zuletzt, worüber eigentlich abgestimmt wird. Golem.de analysiert die Vorschläge.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Urheberrecht Europaparlament bremst Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  2. Urheberrecht Freies Netz für freie Bürger
  3. Leistungsschutzrecht Verleger attackieren Bär und Jarzombek scharf

Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  2. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder
  3. Raumfahrt China lädt die Welt zur neuen Raumstation ein

    •  /