Verkehrssicherheit: Elektroautos sollen besser brummen

Die japanische Akustikforscherin Suzuki Mei hat auf dem gemeinsamen Kongress(öffnet im neuen Fenster) der Acoustical Society of America und der Acoustical Society of Japan in Honolulu ihre Forschungsergebnisse zu neuen Signaltönen von Elektroautos vorgestellt. Konkret geht es um das Fahrgeräusch, das E-Autos machen, wenn sie langsam fahren, um von Fußgängern und Radfahrern gehört zu werden.
Wie der Spiegel berichtet(öffnet im neuen Fenster) , fand das Team um Suzuki heraus, dass sogenanntes rosa Rauschen(öffnet im neuen Fenster) (1/f-Rauschen) mit tiefen Frequenzen besonders gut in der Umgebung wahrgenommen wird. "Die Probanden nahmen das tieffrequente Rauschen selbst in lauter Umgebung zuverlässig wahr" , zitiert der Spiegel die Forscherin.
Bei ihrer Forschung ließ sich Suzuki von sogenannten Onomatopoetika inspirieren. Damit werden Worte bezeichnet, die Geräusche nachahmen. Onomatopoetika werden nicht nur im Japanischen benutzt, auch in zahlreichen anderen Sprachen wie dem Deutschen gibt es Beispiele – etwa "wau wau" für das Bellen eines Hundes oder "tick tack" für das Ticken einer Uhr.
Testperson haben neues Geräusch verlässlich gehört
Für ihre Forschung spielten Suzuki und ihr Team die Klänge Testpersonen vor, die anzeigen mussten, wie gut sie ein vorbeifahrendes Elektroauto gehört haben. Im Rahmen der Untersuchungen verwendeten die Wissenschaftler auch eine Reihe anderer Töne, stellten am Ende aber fest, dass sich das rosa Rauschen am besten eigne. Es ähnele dem Motorengeräusch von Verbrennern.
Aktuell verwenden Elektroautos verschiedener Hersteller unterschiedliche Töne, um auf sich aufmerksam zu machen. Einige sind hochfrequenter als andere, die meisten klingen aber eher wie ein relativ hohes Summen. Bei manchen Fahrzeugen wie dem Leapmotor T03 ist das Geräusch so laut, dass es auch im Innenraum deutlich wahrgenommen wird.



