Verkehrssicherheit: Autonome Autos sollen schnell auf die Straße

Je eher, desto besser: US-Forscher appellieren, autonom fahrende Autos in wenigen Jahren zuzulassen. Wenn diese nur ein wenig besser fahren könnten als Menschen, werde das den Straßenverkehr sicherer machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Autonomes Fahren (Symbolbild): Über 90 Prozent der Unfälle sind auf menschliche Fehler zurückzuführen.
Autonomes Fahren (Symbolbild): Über 90 Prozent der Unfälle sind auf menschliche Fehler zurückzuführen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bringt autonome Autos auf die Straße! Die Denkfabrik Rand Corporation fordert, autonom fahrende Autos im Straßenverkehr zuzulassen, wenn sie nur etwas besser sind als menschliche Fahrer. Das werde helfen, die Zahl der Verkehrstoten zu verringern.

Stellenmarkt
  1. SAP ABAP/UI5 Entwickler (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Osnabrück
  2. Mitarbeiter (m/w/d) Collaboration
    Radeberger Gruppe KG, Dortmund
Detailsuche

Im vergangenen Jahr starben in den USA über 37.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Die Tendenz ist leicht steigend. Über 90 Prozent der Unfälle sind auf menschliche Fehler zurückzuführen, etwa weil der Fahrer abgelenkt war, müde oder weil er zu viel Alkohol getrunken hatte.

Das autonome Auto muss nicht perfekt sein

Mit autonom fahrenden Autos hingegen könnten viele dieser Unfälle vermieden werden. "Unsere Arbeit zeigt, dass es sinnvoll ist, autonome Fahrzeuge auf Amerikas Straßen zuzulassen, wenn sie nur ein wenig sicherer sind als ein Mensch hinter dem Steuer", sagt Nidhi Kalra, eine Autorin der Studie. Zu warten, bis diese Fahrzeuge nahezu perfekt seien, bedeute hingegen, in Kauf zu nehmen, dass Tausende bei unnötigen Unfällen stürben. Da sei "Perfektion der Feind des Guten".

Die Forscher gestehen ein, dass auch mit autonomen Autos Unfälle passieren können, etwa bedingt etwa durch Unwetter oder schwierige Verkehrssituationen. Das Problem sei, dass die Gesellschaft bei Fehlern von Maschinen weniger tolerant sei als bei Fehlern von Menschen, sagt David Groves, der zweite Autor der Studie. Wenn wir hingegen akzeptierten, dass die ersten selbstfahrenden Autos Fehler machten - und zwar weniger als menschliche Fahrer -, dann könnte die Technik schnell auf die Straße gebracht und Menschenleben geschützt werden.

2020 oder 2040?

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Um ihre These zu untermauern, konstruieren die Rand-Forscher zwei Szenarien. Im ersten werden die autonom fahrenden Autos 2020 für den Straßenverkehr zugelassen. Dann steigt die Zahl der Verkehrstoten zunächst weiterhin leicht an. In der Zeit müssen sich die Autos verbessern. Um das Jahr 2035 sollen sie nahezu perfekt sein, die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle fällt bis auf 17.000 Mitte der 2040er Jahre.

Im zweiten Szenario werden die Systeme zum autonomen Fahren auf Teststrecken weiterentwickelt, bis sie nahezu perfekt sind. Das soll 2040 der Fall sein. Aber auch dann werde, so glauben die Forscher, die Zahl der tödlichen Unfälle zunächst weiter leicht ansteigen, bis etwa 2050. Auch in diesem Szenario werde die Zahl der Unfalltoten auf 17.000 sinken. Sie werde aber erst nach 2060 erreicht.

Würden die Autos 2020 zugelassen, bedeutete das bis zum Jahr 2070 etwa 1,1 Millionen weniger Verkehrstote im Vergleich zu einem Straßenverkehr, der nur von menschlichen Fahrern abgewickelt wird. Bei der Zulassung im Jahr 2040 wären es demnach 580.000 Verkehrstote weniger.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


pigzagzonie 09. Nov 2017

Ist alles richtig. Was ich aber mit Rasen meine, ist eine emotionsbasierte Angelegenheit...

Stepinsky 08. Nov 2017

"WENN diese nur ein wenig besser fahren könnten als Menschen, werde das den Stra...

Stepinsky 08. Nov 2017

Das erzählt dir die Industrie und einige Forschungsinstitute die ihre Technik verkaufen...

Stepinsky 08. Nov 2017

Zu glauben, dass mit den massenhaft erhobenen Daten nichts gemacht wird, weil der Staat...

Bendix 08. Nov 2017

Aber genau das sagt doch der Artikel. Nämlich, dass man autonome Autos einsetzten sollte...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. Unter 100 MBit/s: Bundesland fürchtet Graue-Flecken-Förderung zu verpassen
    Unter 100 MBit/s
    Bundesland fürchtet Graue-Flecken-Förderung zu verpassen

    Sachsen will mehr FTTH, gerade für ländliche Regionen. Doch der Wirtschaftsminister befürchtet, dass andere Bundesländer schneller sind.

  2. Laserbeamer: Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro
    Laserbeamer
    Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro

    Der Fengmi R1 kann aus der Nähe Bilder von 50 bis 200 Zoll aufspannen und kostet relativ wenig. Dafür macht er bei der Auflösung Abstriche.

  3. Betriebssystem: Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet
    Betriebssystem
    Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet

    Um Platz zu sparen, müssen sich einige vorinstallierte Windows-11-Apps mit dem Internet verbinden. Auch ein Microsoft-Konto ist dafür nötig.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • Gaming-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) [Werbung]
    •  /