Verkehrsminister: Mercedes-Betriebsratschef will Fahrplan für Elektromobilität

Der Bundesverkehrsminister solle sagen, wo die Reise mit den Fahrzeug-Antrieben hingehe, fordert Ergun Lümali, Betriebsratschef von Mercedes-Benz.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Mercedes-Benz-Forschungsfahrzeug C 111-II mit Vierscheiben-Wankelmotor
Mercedes-Benz-Forschungsfahrzeug C 111-II mit Vierscheiben-Wankelmotor (Bild: Mercedes-Benz)

Der Betriebsratschef von Mercedes-Benz, Ergun Lümali, fordert nach einem Bericht des Magazins Der Spiegel von der Politik mehr Klarheit beim Autoantrieb der Zukunft.

Der Betriebsratsvorsitzende ist eigenen Angaben zufolge zwar grundsätzlich für Technologieoffenheit, fordert jedoch Planungssicherheit für die Stakeholder.

Lümali erklärte laut Spiegel bei einem Treffen mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), dass Konzerne, Länder und Kommunen Planungssicherheit benötigten, um den notwendigen Aufbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland zu forcieren.

Konkret für die Autohersteller sei es unmöglich, für "mehrere Antriebsarten gleichzeitig hohe Entwicklungskosten zu stemmen, ohne zu wissen, wo die Reise hingeht", sagt Lümali, der auch Vizeaufsichtsratschef bei Mercedes-Benz ist, dem Spiegel.

Vergangene Woche haben sich Lümali und die Betriebsratsvorsitzenden der anderen deutschen Hersteller mit Wissing in Frankfurt getroffen, um die Verkehrswende und deren Folgen für den Standort zu diskutieren.

Wissing sprach sich wiederholt dafür aus, neben der E-Mobilität auch andere Antriebsarten wie E-Fuels oder die Brennstoffzelle voranzutreiben. E-Fuels sind synthetische Kraftstoffe, die mithilfe von viel Strom aus Wasser und CO2 hergestellt werden. Ihre Produktion gilt als sehr ineffizient.

Die Autokonzerne hingegen setzen zunehmend auf Akkufahrzeuge. "Die Industrie hat ihre Weichen bereits gestellt", sagte Lümali.

Sorge um den Ausbau der Ladeinfrastruktur

Schon Mitte Mai 2022 forderten mehrere Unternehmen die Europäische Union auf, nationale Ziele für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos festzulegen. Das schrieben die Unternehmen aus der Automobilbranche, aber auch aus anderen Branchen in einem offenen Brief. Zu den 27 unterzeichnenden Unternehmen gehören unter anderem die Automobilhersteller Ford und Volvo, der Fahrdienst Uber und der Energieversorger Vattenfall.

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schnedan 24. Jul 2022

"Also für mich klingt das ganz bedenklich stark nach Sozialismus wenn der Staat festlegt...

Saladien 24. Jul 2022

Das ist der Stand für dieses Jahr nur noch alt Bestände sind von voll von Mercedes. Macht...

derdiedas 22. Jul 2022

Ohne den Betriebsrat wäre die EQ Line noch in weiter Ferne, es war der Betriebsrat der...



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