Abo
  • Services:

Verkehrsminister: Dobrindt gründet Ethikkommission zum automatisierten Fahren

Wer ist schuld an einem Unfall, und wie sollen automatisierte Autos in Gefahrensituationen reagieren? Verkehrsminister Dobrindt will diese Fragen von einer Ethikkommission klären lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Verkehrsminister Dobrindt testet einen hochautomatisierten Audi A7: Autos dürfen bald für eine bestimmte Zeit und in bestimmten Situationen die Kontrolle übernehmen.
Verkehrsminister Dobrindt testet einen hochautomatisierten Audi A7: Autos dürfen bald für eine bestimmte Zeit und in bestimmten Situationen die Kontrolle übernehmen. (Bild: Audi)

Verkehrsminister Alexander Dobrindt will noch im September eine Ethikkommission zum automatisierten Fahren gründen. Das sagte der Minister der Wirtschaftswoche. Die Kommission werde unter dem Vorsitz des ehemaligen Verfassungsrichters Udo di Fabio arbeiten und solle Lösungen finden, wie sich autonom agierende Autos in Gefahrensituationen verhalten sollen.

Stellenmarkt
  1. BASF Personal Care and Nutrition GmbH, Monheim am Rhein
  2. SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, verschiedene Einsatzorte (Home-Office möglich)

Dobrindt will einen rechtlichen Rahmen erarbeiten lassen, "an dem sich Programmierer orientieren können". Einige Leitlinien stehen für Dobrindt offenbar bereits fest: "Klar ist: Sachschaden geht immer vor Personenschaden. Außerdem darf es keine Klassifizierung von Personen zum Beispiel nach Größe, Alter oder ähnlichem geben."

Seit Jahren debattieren Ethiker immer wieder darüber, wie autonome Autos in Zukunft Entscheidungen über Ausweichmanöver und Notbremsungen durchführen sollen. In den Diskussionen werden immer wieder verschiedene Personengruppen gegeneinander ausgespielt. Das will Dobrindt offenbar unterbinden.

"Wir setzen den Computer gleich mit dem menschlichen Fahrer"

Dobrindt kündigte außerdem ein Gesetz zum automatisierten Fahren an: "Wir setzen den Computer gleich mit dem menschlichen Fahrer", sagte der Minister. "Der Fahrer darf also die Hände vom Lenker nehmen, dabei ein Buch lesen oder E-Mails checken. Wenn etwas passiert, haftet der Hersteller." Um Unfallhergänge nachträglich untersuchen zu können, soll es eine Blackbox im Auto geben, wie es bei Verkehrsfliegern der Fall ist.

Der Fahrer darf sich aber offenbar nicht vollständig der Ablenkung hingeben. Das Gesetz soll "eine Grundaufmerksamkeit" fordern. Das bedeute, "der Fahrer muss für das System jederzeit ansprechbar und in der Lage sein, innerhalb einer kurzen Zeit die Gewalt über das Fahrzeug zu übernehmen", sagte Dobrindt. "Die Autoindustrie spricht zurzeit davon, dass dem Fahrer bis zu zehn Sekunden Zeit eingeräumt werden, um ihm die Steuerung des Fahrzeugs zu übertragen."



Anzeige
Blu-ray-Angebote

Nullmodem 13. Sep 2016

Da gibts schon noch einen Unterschied. Beim Aufzug entscheiden SIE sich einzusteigen...

germanTHXX 12. Sep 2016

So wird es sowieso kommen. Wer würde sonst ein solches Auto kaufen. Und wenn sich die...

germanTHXX 12. Sep 2016

Was für eine lächerlich überzogene Darstellung. Wenn ein Ausweichen das verletzten einer...

theonlyone 12. Sep 2016

Das steht in den Kinderschuhen und demnach wird hier eben besonders vorsichtig immer...

theonlyone 12. Sep 2016

Eine Versicherung rechnet durchaus in der Hinterhand so durch. Besser jemand ist komplett...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate 20 Pro - Hands on

Huaweis neues Mate 20 Pro hat eine neue Dreifachkamera, die zusätzlich zum Weitwinkel- und Teleobjektiv jetzt noch ein Ultraweitwinkelobjektiv bietet. In einem ersten Kurztest macht das neue Smartphone einen guten Eindruck.

Huawei Mate 20 Pro - Hands on Video aufrufen
E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

    •  /