Verkehrsminister: Bislang 7 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft

Seit dem Verkaufsstart sind bundesweit rund 7 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft worden. Das hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bei Twitter bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . Bei den Ticketverkäufen über Apps, Ticketshops, Automaten und Kundencenter der Verkehrsunternehmen und Verbünde sind Menschen mit Abo und Semesterticket nicht mitgerechnet. Das Ergebnis sei "mega" .
Der Verkauf des Tickets wurde am 23. Mai gestartet. Wer bereits ein Monats- oder Jahresabonnement hat, soll sich um nichts weiter kümmern müssen und kann dieses als 9-Euro-Ticket nutzen. Im Jahr 2019 gaben bei einer Umfrage von Statista 18 Prozent der Befragten an, dass sie eine private Monatskarte im Abonnement(öffnet im neuen Fenster) besitzen.
Das 9-Euro-Ticket gilt bundesweit in Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Zügen des Nah- und Regionalverkehrs der Deutschen Bahn oder anderer Anbieter. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn mit ICE, Intercity und Eurocity kann nicht genutzt werden. Pro-Bahn-Ehrenpräsident Karl-Peter Naumann sagte: "Das Ticket gilt in allen Zügen, die nicht weiß sind" . Züge von Flixtrain sind genauso wie Flixbusse nicht im 9-Euro-Ticket enthalten.
Neue Nutzer für Busse und Bahnen
Die Preissenkung mit dem 9-Euro-Ticket hat um Mitternacht begonnen. Mit dem Fahrschein kann einen Monat lang bundesweit der Nahverkehr genutzt werden. Das 9-Euro-Ticket ist für Juni, Juli und August erhältlich. Pendler sollen so entlastet und neue Nutzer gewonnen werden.
Allein die BVG hatte bis einschließlich 30. Mai 2022 über 520.000 Exemplare verkauft und freue "sich nun auch auf viele neue Fahrgäste, die Lust haben, den Berliner Nahverkehr zu testen." Die Takte auf vielen U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnlinien würden erhöht, die Reinigung intensiviert, erklärte Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen. Am Berliner Alexanderplatz, am Potsdamer Platz oder am Bahnhof Zoo war die Auslastung am Morgen nicht überdurchschnittlich. Aus anderen Verkehrsverbünden liegen ähnliche Berichte vor. "Nach Augenschein und Einschätzung der Leitstelle hatten wir heute im Berufsverkehr eine vergleichbare Auslastung wie an den Vortagen. Die Fachleute sprachen vorhin von einem 'ganz normalen Berufsverkehr'" , sagte ein BVG-Sprecher Golem.de. Am kommenden Wochenende dürfte sich die Auslastung in Regionalzügen erhöhen.



