Verkehrsfluss: Googles autonome Autos sollen rüpelhafter werden
Googles autonome Autos sollen künftig auch mal Regeln übertreten, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Google will Strategien entwickeln, damit die Fahrzeuge Kurven schneiden und gelegentlich durchgezogene Linien überfahren. Manchmal fahren sie auch zu schnell.
Google versucht laut einem Bericht des Wall Street Journals, seinen autonom fahrenden Autos menschliche Züge zu verleihen. So sollen die kleinen Fahrzeuge künftig schneller um Kurven fahren und bei Bedarf durchgezogene Linien ausnahmsweise überfahren. Das soll nicht nur den Verkehrsfluss beschleunigen, sondern auch Unfälle mit menschlichen Fahrern verhindern.
Googles Autos sind schon mehrfach in Unfälle verwickelt worden, über die akribisch Buch geführt wird. Zwar hatte bislang in keinem Fall ein Google-Auto an einem Unfall Schuld, doch war es in einigen Fällen wohl auch deren ungewöhnliches Verhalten, das zu Auffahrunfällen führte. So sind die Fahrzeuge äußerst vorsichtig und bremsen bei möglichen Gefahren, was für den nachfolgenden Verkehr unerwartet sein kann. Natürlich sind es letztlich mangelnde Sicherheitsabstände, die dann zu einem Unfall führen können.
Die Autos sollen nach Angaben von Chris Urmson, der die Forschungsarbeiten bei Google leitet, künftig menschlicheres Verhalten aufweisen. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge künftig schärfer abbiegen sollen, besonders an Kreuzungen. Außerdem sollen sie durchgezogene Linien überfahren, wenn sie sonst beispielsweise an parkenden Fahrzeugen nicht vorbeikommen.
Schon vor einem Jahr verriet ein Softwareingenieur Googles, dass die selbstfahrenden Autos so programmiert seien, dass sie manchmal eine kleine Ordnungswidrigkeit begingen und die Geschwindigkeitsbegrenzung um bis zu 16 km/h überschritten. Sie orientieren sich dabei an Fahrzeugen in unmittelbarer Nähe. Wenn diese die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten, gebe auch Googles Auto Gas. Langsamer zu fahren könnte sonst eine Gefahr für die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer darstellen.
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