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Verkehr: FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"

Wenn Kriminelle und Polizisten autonome Fahrzeuge benutzen, werden sich Verfolgungsjagden grundlegend ändern, prophezeit das FBI. Sie geben Kriminellen etwa bei Schießereien aus dem Wagen mehr Spielraum – nützen aber auch der Polizei.
/ Andreas Donath
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Googles selbstfahrendes Auto (Bild: Google)
Googles selbstfahrendes Auto Bild: Google

In einem nicht geheimen Bericht, den der britische Guardian vom FBI angefordert(öffnet im neuen Fenster) hat, sagt die Bundesbehörde voraus, dass autonome Fahrzeuge einen großen Einfluss darauf haben werden, was "Gesetzeshüter und ihre Gegner mit einem Auto in der Praxis machen können" .

Die Fahrzeuge könnten Verfolgungsjagden zwischen Kriminellen und Polizei innerhalb von Jahren völlig verändern. Das autonome Auto könne "eine potenziell tödliche Waffe sein" . Ein mögliches Szenario ist, dass mit einem autonomen Auto mit einem Sprengsatz ein Anschlag verübt wird, ohne dass ein Fahrer geopfert werden muss.

Kriminelle könnten während der Fahrt künftig Dinge tun, die beim normalen Autofahren unmöglich sind, so das FBI. In Zukunft könnten beide Hände für andere Dinge verwendet werden, ein Blick auf die Straße ist auch nicht mehr erforderlich. Das Zielen und Schießen aus Autos heraus werde einfacher.

Autonome Fahrzeuge nützen der Polizei

Gleichzeitig würden autonome Autos für Einsatzkräfte auch große Vorteile haben. Sie würden die hohe Zahl der Unfälle mit Einsatzwagen reduzieren, die häufig durch Ablenkung des Fahrers, Fehleinschätzungen oder gefährliche Manöver beispielsweise in engen Kurven verursacht würden.

Sogar die Verfolgung Verdächtiger könne durch automatisch gehaltene Abstände verbessert werden, hofft die Polizeibehörde. Das FBI erwartet, dass die Fahrzeuge in den USA in den nächsten fünf bis sieben Jahren für den allgemeinen Straßenverkehr zugelassen werden.


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