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Verkehr: Eine Ampel mit Kamera und Gesichtserkennung

Rot heißt rot: Weil in China so viele Verkehrsunfälle an roten Ampeln passieren, haben die Behörden in Shenzhen eine Ampel installiert, die Fußgänger erkennt und erfasst, die bei Rot nicht stehenbleiben.
/ Werner Pluta
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Fußgängerampel (Symbolbild): Gesichtserkennungssoftware analysiert Bild (Bild: Sergio Perez/Reuters)
Fußgängerampel (Symbolbild): Gesichtserkennungssoftware analysiert Bild Bild: Sergio Perez/Reuters

Blitzerampel für Fußgänger: Die Polizei in Shenzhen in der südchinesischen Provinz Guangdong hat eine Ampel mit einer Kamera ausgestattet, die Fußgänger erkennt und fotografiert, die bei Rot die Straße überqueren.

Fußgänger und andere nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer, die rote Ampeln ignorierten, seien die Hauptursache für Verkehrsunfälle, berichtet das Onlinenachrichtenangebot Yicai(öffnet im neuen Fenster) : 53 Prozent der Unfälle in China passierten deswegen. Das wollen die Behörden in Shenzhen ändern.

Eine Sperre für Fußgänger

Sie haben nahe einer Schule ein System installiert, das Fußgänger dazu bringen soll, die Ampel nur bei Grün zu überqueren und Verstöße zu sanktionieren: An den Ampeln werden Sperren eingerichtet, die sich schließen, wenn sie Rot zeigen, und erst, wenn die Ampel umschaltet, den Überweg freigibt.

Fußgänger oder Radfahrer, die sich davon nicht abhalten lassen, die Straße ad libitum zu überqueren, werden fotografiert. Das gilt auch für Passanten, die öffentliche Einrichtungen beschädigen. Das Foto wird zum einen auf einem Bildschirm an der Kreuzung angezeigt. Außerdem wird es von einer Gesichtserkennungssoftware analysiert, um die Person zu identifizieren.

Diese Ampel sei nur eine Maßnahme der Polizei die Shenzhen, um den Verkehr sicherer zu machen, hieß es. Weitere Maßnahmen seien in der Entwicklung.


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