Verkehr: Die Magnetschwebebahn steht vor einem Comeback
Magnetschwebebahnen gelten in Deutschland als gescheitert, und mit diesem Scheitern ist unauflöslich das Transrapid-Projekt verbunden. Doch die innovative Technologie wurde ohne großen Medienrummel stetig weiterentwickelt und hat inzwischen in neuer Form einige Hürden genommen, die den kommerziellen Einsatz auch in Deutschland wieder interessant machen.
Der Transrapid(öffnet im neuen Fenster) war einst der modernste Hochgeschwindigkeitszug weltweit. Die in Deutschland ursprünglich von einem Firmenkonsortium unter Federführung von Siemens und Thyssenkrupp seit den späten 1960er Jahren entwickelte Magnetschwebebahn konnte nicht nur mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 500 km/h mehrere Weltrekorde aufstellen, sondern wies auch aufgrund ihrer technischen Konzeption im Vergleich zu konventionellen Rad-Schiene-Systemen zahlreiche Vorteile auf. Doch Kostensteigerungen, fehlende politische Weitsicht und die Fokussierung auf kurzfristige Perspektiven machten dem Vorzeigeprojekt in Deutschland den Garaus.