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Singapur (Symbolbild): Megacities sind Vorreiter, weil der Leidensdruck am größten ist.
Singapur (Symbolbild): Megacities sind Vorreiter, weil der Leidensdruck am größten ist. (Bild: Mohd Fyrol/AFP/Getty Images)

IT-Systeme werden das Betriebssystem unseres Lebens

Wirtschaftswoche: Gerade bei jüngeren Menschen gelten viele Automarken als uncool, Apple und Facebook hingegen sind in. Haben die IT-Unternehmen so auch einen großen Marketing-Vorteil?

Jánszky: Das könnte sein. Was "in" ist oder nicht, ist aber keine dauerhafte Erscheinung. Wenn wir eine Automarke gründen und sie zum Beispiel Tesla nennen, können wir auch innerhalb weniger Jahre als Innovationsführer, als der Coolste und Hippste am Markt erscheinen.

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Diese Möglichkeit hätten auch die großen Autohersteller. Sie müssen ihr altes Geschäftsmodell hinter sich lassen. Sie müssen ihr altes Geschäftsmodell selbst angreifen und so ein neues aufbauen. Durch die Weiterentwicklung des Alten entsteht nichts Neues.

Wirtschaftswoche: Leichter gesagt als getan.

Jánszky: Das ist die große Schwierigkeit, die die Autobauer mit sich herumtragen. Ich kann das nachvollziehen, dass man sich auf den Abverkauf des "Alten" in Asien konzentriert und damit einen Rekordgewinn nach dem anderen einfährt. Die Gefahr daran ist, dass man für die jungen Zielgruppen in Europa und Nordamerika die Innovationsführerschaft kampflos an die Softwareunternehmen abgibt.

Wirtschaftswoche: Bei der Zukunft der Mobilität spielt auch der Staat eine entscheidende Rolle, er stellt die Straßen und die Infrastruktur zur Verfügung, auf der die Unternehmen - egal ob klassischer Autobauer oder moderner IT-Konzern - Geld verdienen wollen. Worauf müssen sich Bund, Länder und Kommunen einstellen?

Jánszky: Die Infrastruktur ist neben der Bildung der wichtigste Punkt, an dem der Staat investieren muss. Es lässt sich mit Zahlen belegen, dass es genau hier aber einen Investitionsstau gibt. Es ist aber nicht so, dass der Staat nichts tut. Die Automobilbranche im Speziellen ist für den deutschen Staat ein Kind, das man immer gefördert hat.

Wirtschaftswoche: Wo liegt dann das Problem?

Jánszky: Es wird an der falschen Stelle gefördert. Das Problem ist aus meiner Sicht, dass der Staat noch nicht antizipiert hat, welche Veränderungen am Arbeitsmarkt auf uns zukommen. Die Begründung all dieser Hilfestellungen - sei es die Abwrackprämie oder die Diskussion über Subventionen für Elektroautos - ist immer, dass Arbeitsplätze in Gefahr seien. Die Grundangst der deutschen Politik ist die wachsende Zahl an Arbeitslosen. In unserer Prognose haben wir in zehn Jahren aber kein Problem mit Arbeitslosen, wir haben sogar zu wenig Berufstätige.

Nach meiner Prognose versteht die Politik irgendwann, dass sie die Arbeitslosigkeit nicht bekämpfen muss, weil es künftig keine Arbeitslosigkeit mehr gibt. Die Subventionen, die heute in Richtung Arbeitsplätze fließen, könnten in die Infrastruktur, in Straßen, in Hochbrücken, in Schienen fließen. Und am wichtigsten: in die Infrastrukturen für zukunftssichere IT-Systeme. Denn diese bilden im Jahr 2025 das Betriebssystem unseres Lebens.

 Software-Unternehmen sind besser auf die Zukunft eingestellt als Autohersteller

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denger 07. Jan 2015

Gut möglich, dass es auch am Marketing liegt aber ich bin hier kein Spezialist. Deine...

luzipha 06. Jan 2015

Wie es sich anhand des Beispiels Köln/Düsseldorf wunderbar belegen lässt. ;)

Grundeinkommens... 05. Jan 2015

Zwei angesehene Ökonomen des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, eine der...

Lemo 05. Jan 2015

Das ist richtig, da liegen wir neu ab ca. 19.000¤. Im Endeffekt muss ja jeder selbst...

MarioWario 04. Jan 2015

Stimmt, mit dem Fahrrad und zu Fuß ist man die ersten drei Kilometer immer schneller und...



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