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Modell des CHR380A (auf der Shanghai World Expo 2010): Verlustgeschäft
Modell des CHR380A (auf der Shanghai World Expo 2010): Verlustgeschäft (Bild: Alancrh/Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)

Verkehr: China investiert weiter in Hochgeschwindigkeitszüge

Modell des CHR380A (auf der Shanghai World Expo 2010): Verlustgeschäft
Modell des CHR380A (auf der Shanghai World Expo 2010): Verlustgeschäft (Bild: Alancrh/Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)

Schnell und profitabel oder schnell und verlustreich: China betreibt das größte Netz für Hochgeschwindigkeitszüge der Welt. Es soll weiter ausgebaut werden - trotz finanzieller Verluste.

Mit 300 km/h von Peking nach Schanghai: China hat bereits das größte Netz für Hochgeschwindigkeitszüge. Sie verbinden die großen Metropolen im Osten des Landes miteinander und mit dem Hinterland. Und das Netz soll weiter ausgebaut werden.

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2003 wurde in Nordostchina die erste Strecke in Betrieb genommen, die für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt war. Vor gerade einmal sechs Jahren wurde die erste Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen der Hauptstadt Peking und der Metropole Schanghai in Betrieb genommen. Inzwischen sei Chinas Hochgeschwindigkeitsnetz das größte der Welt, berichtet das britische Wirtschaftsmagazin The Economist: 20.000 Kilometer, das seien mehr als die übrigen Hochgeschwindigkeitstrassen der Welt zusammengenommen.

Das Netz wird ausgebaut

Das Netz besteht derzeit aus je vier großen Nord-Süd- und Ost-West-Korridoren. Bis 2035 sollen jeweils vier weitere Korridore hinzukommen. Ziel ist, das Netz bis 2035 auf 45.000 Kilometer auszubauen.

Reisende fahren mit mehreren Zugbaureihen: Die Technik für die ersten Baureihen stammte noch aus dem Ausland: CRH1 basiert auf Technik von Bombardier, der CRH2 ist ein japanischer Shinkansen. Die Baureihe CRH3 ist ein für China angepasster Velaro von Siemens, der auch hierzulande unterwegs ist. Der CRH5 schließlich stammt von Alstom. Inzwischen werden die Züge in China entwickelt, etwa die Baureihe CRH380A.

Das Ministerium bremst die Züge

Die Züge sind mit einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h unterwegs, auch wenn einige Baureihen für 350 km/h oder 380 km/h zugelassen sind. Das zuständige Ministerium nennt dafür wirtschaftliche Gründe. Allerdings wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung nach einem Zusammenstoß zweier Züge erlassen. Bei dem Unglück starben nach offiziellen Angaben 40 Zuginsassen.

Wirtschaftlich ist das ein Verlustgeschäft: Nur sechs Linien würfen überhaupt im Betrieb Gewinne ab, berichtet der Economist. Die profitabelste sei die Strecke Peking - Schanghai, die zugleich die profitabelste Hochgeschwindigkeitslinie der Welt sei. Auf den Strecken in wenig bewohnten Landesteilen, etwa im Westen des Landes, machten die Zuglinie jedoch Verluste. Kritiker sagen, die Verluste würden mit dem Ausbau des Streckennetzes weiter wachsen.

Arbeitskräfte pendeln in die Stadt

Dafür haben die Züge und ihre relativ geringen Fahrpreise andere Effekte: Viele Bürger ziehen aus den großen Städten aufs Land und pendeln mit dem Zug zur Arbeit. Das treibt die Entwicklung in der Peripherie der Metropolen voran. Zudem gaben in Befragungen sehr viele Fahrgäste an, Fahrten zu machen, die sie vorher nicht gemacht hätten. Die Züge animieren demnach die Bürger zum Reisen - und damit auch, Geld auszugeben.

Die chinesische Regierung bemüht sich seit Jahren, den Binnenmarkt anzukurbeln. Derzeit beruht Chinas Wirtschaft vor allem auf dem Export. Der Export chinesischer Waren geht aber zurück - 2016 um 7,7 Prozent. Der Handelsüberschuss verringerte sich um 9,1 Prozent.


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timo.w.strauss 18. Jan 2017

Ich würde ja sagen das ist was ganz neues, wenn ich so den Bericht lese, aber ich kenne...

Spike79 18. Jan 2017

Wo passiert das den gerade?

sav 17. Jan 2017

"Kritiker sagen, die Verluste würden mit dem Ausbau des Streckennetzes weiter wachsen...



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