Verkaufszahlen: Günstige Mainboards helfen Ryzen 7000
Während die Nachfrage nach den Zen4-Chips anfangs schwach war, verbessert sich die Situation für AMD dank der B650-Mainboards deutlich.
Der deutsche Händler Mindfactory hat seit dem Verkaufsstart der Ryzen-7000-Prozessoren bereits über 2.100 Exemplare der vier Modelle verkauft. Die später gestarteten Intel Raptor-Lake-Chips liegen bisher weit dahinter, zudem ist das Topmodell Core i9-13900K aktuell bei den meisten Händlern nicht verfügbar.
Bei den Mainboards tut sich ebenfalls etwas. So haben die drei großen Händler Alternate, Caseking und Mindfactory mittlerweile mehrere AM5-Mainboards für deutlich unter 300 Euro im Angebot. Dabei kommt vor allem der B650-Chipsatz von AMD zum Einsatz. Die 200-Euro-Schwelle wurde bislang noch nicht unterschritten.
B650 verliert gegenüber B650-Extreme die verpflichtende Unterstützung für PCIe Gen5. Mainboard-Hersteller können dennoch optional die an den Prozessor angebundenen Geräte mit voller Geschwindigkeit unterstützen, für den x16-Slot der Grafikkarte sowie mindestens eine NVMe-SSD ist das aber erst mit B650E garantiert.
Die Nachteile von B650 sind im Alltag oft irrelevant
Den Verkaufszahlen nach sind die Mainboards dennoch beliebt. Selbst die bisher schnellste Samsung SSD 990 Pro nutzt ohnehin nur PCIe Gen4, da sich der Hersteller vor allem auf Energieeffizienz und niedrige Zugriffszeiten fokussiert hat, die im Alltag von größerer Bedeutung sind als hohe sequenzielle Datentransferraten. Erst mit zukünftigen NAND-Flash-Chips dürfte die PCI-Express-Anbindung eine größere Rolle spielen.
Ähnlich sieht es bei Grafikkarten aus, wo sich Nvidia selbst für das Topmodell Geforce RTX 4090 nicht für PCIe Gen5 entschieden hat. Nach aktuellem Stand wird AMD jedoch bereits den neuen Standard unterstützen, wobei dies eher eine allgemeine Designentscheidung sein dürfte. Sofern die Grafikkarten in einem voll bestückten x16-Slot stecken, ist auch mit PCIe Gen4 die Bandbreite kein limitierender Faktor.