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Verkaufsverbot: Bald kein Chromecast und kein Apple TV mehr bei Amazon

Amazon legt sich mit Google und Apple an: Der Händler will den Verkauf von Chromecast, Nexus Player und Apple TV verbieten. Das wird damit begründet, dass diese Amazons Streamingdienst Instant Video nicht unterstützen.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon geht gegen Google und Apple vor.
Amazon geht gegen Google und Apple vor. (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)

Amazon geht gegen Streaminggeräte vor, die den hauseigenen Videostreamingdienst nicht unterstützen. Dazu gehören namentlich die Google-Geräte Chromecast und Nexus Player sowie das Apple TV. Diese drei Geräte sollen ab dem 29. Oktober 2015 nicht mehr bei Amazon gelistet werden, berichtete Bloomberg zuerst. Gegenüber etlichen US-Medien wie Cnet, Wired und The Nex Web hat Amazon das bestätigt. Auf Reddit findet sich die von Bloomberg zitierte E-Mail an Amazon-Marketplace-Händler.

Grund für fehlende Instant-Video-App nicht bekannt

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Demnach will Amazon erreichen, dass ab Ende Oktober 2015 alle drei Geräte nicht mehr über die Amazon-Webseite verkauft werden. Wenn Marketplace-Händler neue Einträge dafür anlegen, würden diese gelöscht. Für die drei Streaminggeräte von Google und Apple gibt es bislang keine Amazon-Instant-Video-App. Allerdings dürften nur Google, Apple und vor allem Amazon wissen, welchen Grund es gibt, dass es Instant Video nicht als App für die betreffenden Geräte gibt.

Sowohl Google als auch Apple haben gerade neue Geräte angekündigt. Während es den neuen Chromecast von Google bereits zu kaufen gibt, erscheint das neue Apple TV erst Ende Oktober 2015.

Mit dem Fire TV Stick und der Fire-TV-Box verkauft Amazon eigene Geräte zu den Konkurrenzprodukten von Google und Apple. Selbstverständlich ist Amazons Videodienst auf den eigenen Geräten vorhanden. Die Spielekonsolen Xbox 360 von Microsoft und Playstation von Sony sind von dem Verkaufsbann ausgeschlossen. Das gilt auch für die in den USA populären Streaminggeräte des Herstellers Roku. Auf diesen Geräten kann Amazons Videodienst verwendet werden.

Prime-Kunden seien verwirrt

Nach Aussage von Amazon geht es dem Händler darum, dem Käufer solcher Geräte eine problemlose Nutzung von Amazons eigenem Videodienst zu gewährleisten. Vor allem Prime-Kunden würden verwirrt, wenn die Geräte den Videodienst nicht unterstützen. Derzeit wird geschätzt, dass gerade mal weniger als 20 Prozent der Amazon-Kunden auch Prime-Kunden sind, so dass sich über 80 Prozent der Kunden gar nicht daran stören würden, ein Streaminggerät ohne Amazons Video-App zu kaufen. Ohnehin stellt sich bei all diesem die Frage, warum der Händler dann nicht auch gegen Smart-TVs vorgeht, die keine Amazon-Video-App haben? Oder Tablets verbannt, für die es keine solche App gibt?

Bisher konzentriert sich Amazon nur auf Geräte, die eine direkte Konkurrenz zum Fire TV und Fire TV Stick darstellen. Außen vor lässt Amazon hier Nvidias Shield TV, das es in den USA schon länger gibt und gerade in Deutschland auf den Markt kommt. Die Box läuft wie der Nexus Player mit Android TV und für beide Geräte gibt es in Googles Play Store keine Video-App von Amazon. Auf Android-TV-Geräten ergibt sich ein anderes Bild, dort ist Amazons App oftmals bereits vorinstalliert.

Die Berichte zum Verkaufsbann stammen bisher alle aus den USA. Ob diese Regelung auch für den deutschen Amazon-Shop gilt, ist derzeit nicht bekannt. Golem.de hat bei Amazon angefragt und wird die Meldung aktualisieren, sobald wir eine Antwort erhalten haben.



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Bautz 07. Okt 2015

Ich bin großer Fan von Amazon. Allerdings sollten sie sich langsam für ihre Video- und...

mainframe 06. Okt 2015

Also ich schau im Schlafzimmer auch ab und an Instant Video über Apple TV da ich dort...

Little_Green_Bot 03. Okt 2015

Die Chromecast-Unterstützung ist programmtechnisch einfach, denn die Stream-URL wird nur...

Anonymer Nutzer 02. Okt 2015

Der Umkehrschluss wäre doch eigentlich der, dass Apple und Google am Ende keine FireTV...

Prinzeumel 02. Okt 2015

Doch. Und die können lesen. :O


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