Verkaufsstart angekündigt: VW ID.Buzz soll bis zu 424 km weit kommen

In wenigen Tagen können die ersten Modelle des vollelektrischen ID.Buzz bestellt werden. VW macht erstmals Angaben zur Reichweite.

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Der ID.Buzz soll mehr als 400 km weit kommen.
Der ID.Buzz soll mehr als 400 km weit kommen. (Bild: Volkswagen)

Der Autokonzern Volkswagen startet am 20. Mai 2022 mit dem Vorverkauf des vollelektrischen Bulli-Nachfolgers ID.Buzz. Das teilte das Unternehmen am 18. Mai 2022 in Wolfsburg mit. "Dabei beträgt der Bruttolistenpreis ohne Berücksichtigung des Umweltbonus in Deutschland für den fünfsitzigen ID. Buzz Pro 64.581,30 Euro. Der ID. Buzz Cargo ist ab 54.430,60 Euro brutto erhältlich", heißt es in der Mitteilung. Die ersten Fahrzeuge würden im Herbst dieses Jahres an Kunden ausgeliefert.

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Während die Preise schon durchgesickert waren, macht VW nun erstmals Angaben zur Reichweite der Fahrzeuge. Demnach soll der ID.Buzz Pro mit einer Akkuladung 421 km weit kommen. Bei der Cargo-Version sind es drei Kilometer mehr.

VW gibt dabei einen Verbrauch nach dem Prüfzyklus WLTP von 20,6 kWh pro 100 km an, bei der Cargo-Version 20,4 kWh pro 100 km. Das erscheint niedrig. Von Golem.de getestete vergleichbare Kleintransporter wie der Opel Zafira-e oder der Mercedes-Benz EQV verbrauchten bei niedrigen Temperaturen eher 30 kWh pro 100 km oder mehr. Das liegt unter anderem an dem hohen Luftwiderstand wegen der großen Stirnfläche und des hohen cw-Werts. Zudem kostet es viel Energie, den großen Innenraum aufzuheizen.

VW bietet den ID.Buzz Pro mit einem 150 Kilowatt starken Heckantrieb mit einem Drehmoment von 310 Newtonmeter und dem großen MEB-Akku an. Der hat eine Bruttokapazität von 82 Kilowattstunden und einer Nettokapazität von 77 Kilowattstunden. An einer Wechselstromladestation kann mit maximal elf Kilowatt geladen werden, beim Schnellladen mit Gleichstrom liegt die maximale Leistung bei 170 Kilowatt. Hier soll der Akku in einer halben Stunde von fünf auf 80 Prozent geladen werden.

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Der ID.Buzz verfügt der Mitteilung zufolge über die Funktionen der vor kurzem eingeführten Softwareversion 3.1. Dazu zählt unter anderem der automatische Start von Ladevorgängen per Plug&Charge sowie zahlreiche Fahrassistenzsysteme.

Herausnehmbare Mittelkonsole

Zur äußeren Ausstattung des ID. Buzz Pro gehören demnach unter anderem zwei leichtgängige Schiebetüren, abgedunkelte Scheiben im Fond sowie 19-Zoll-Leichtmetallräder in Schwarz. Serienmäßig enthalten sind zudem LED-Scheinwerfer und eine Umfeldbeleuchtung samt Logoprojektion im Bereich der vorderen Türen. Die längs verschiebbare zweite Sitzreihe ist im Verhältnis 1/3 zu 2/3 umklappbar. Die Lehnen lassen sich laut VW separat umklappen oder in der Neigung einstellen. VW bietet den ID. Buzz Pro serienmäßig in Monosilber metallic und optional in zehn weiteren Farbvarianten an.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Als Sonderausstattung bietet VW unter anderem eine anklappbare Anhängevorrichtung mit elektrischer Entriegelung an. Nur gegen Aufpreis gibt es zudem eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe einschließlich Bedienmöglichkeit per Fußgeste. Elektrisch öffnende und schließende Schiebetüren gibt es in dem Paket Open & Close Plus. Da der Konfigurator noch nicht freigeschaltet wurde, lassen sich zu den Preisen der einzelnen Extras noch keine Angaben machen.

  • Mit dem vollelektrischen ID.Buzz will Volkswagen an den Erfolg des VW-Bullis anknüpfen. (Foto: Volkswagen)
  • Die Pro-Version erhält zur Markteinführung in Europa einen Akku mit netto 77 kWh Kapazität. (Foto: Volkswagen)
  • Optisch soll der ID.Buzz an den ersten Bulli, den T1, erinnern. (Foto: Volkswagen)
  • Modern ist aber die Sensorausstattung: Das Radar ist für die Fahrassistenzsysteme vorgesehen. (Foto: Volkswagen)
  • Laut Volkswagen hat der ID.Buzz einen cw-Wert von 0,285. (Foto: Volkswagen)
  • Der ID.Buzz ist acht Zentimeter breiter als ein T6.1. (Foto: Volkswagen)
  • Bei einer Länge von 4,71 m hat der ID.Buzz einen Radstand von 2,99 m. (Foto: Volkswagen)
  • Die Bedienung entspricht den Fahrzeugen der ID-Serie, die auf dem elektrischen Baukasten MEB basieren. (Foto: Volkswagen)
  • Typisch sind das eher kleine Display hinter dem Lenkrad und das größere Display über der Mittelkonsole. (Foto: Volkswagen)
  • Im Fond gibt es eine 40 zu 60 teil- und umklappbare Dreiersitzbank. (Foto: Volkswagen)
  • Der ID.Buzz ist serienmäßig mit zwei seitlichen Schiebetüren ausgestattet. (Foto: Volkswagen)
  • Der Gepäckraum fasst bis zur Oberkante der Lehnen 1.121 Liter. (Foto: Volkswagen)
  • Wird die zweite Sitzreihe komplett umgeklappt, steigt das Ladevolumen auf bis zu 2.205 Liter. (Foto: Volkswagen)
  • Der ID.Buzz ist in vier Zweifarblackierungen erhältlich: Oben weiß mit Limonengelb, Starlight Blue, Energetic Orange oder Bay Leaf Green. (Foto: Volkswagen)
  • Für das Interieur sind ebenfalls unterschiedliche Farben erhältlich. (Foto: Volkswagen)
Mit dem vollelektrischen ID.Buzz will Volkswagen an den Erfolg des VW-Bullis anknüpfen. (Foto: Volkswagen)

Gegen Aufpreis gibt es die herausnehmbare Mittelkonsole ID. Buzz Box. Das Comfort-Paket umfasst darüber hinaus zusätzliche USB-C-Ladebuchsen im Fond sowie Lenkrad-, Frontscheiben- und Sitzheizung. Im Comfort-Paket Plus ist unter anderem ein variabler Ladeboden (Multiflexboard) enthalten. "Über das Multiflexboard lässt sich eine durchgängige Ladeebene von der geklappten Rücksitzbank bis zur Heckklappe erzeugen", schreibt VW.

Nachtrag vom 18. Mai 2022, 17:27 Uhr

Ein VW-Sprecher teilte auf Anfrage von Golem.de mit, dass eine Routenplanung mit Ladestopps nicht im Serienumfang enthalten sei. Dazu müsse das Navigationssystem Discover Pro zusätzlich bestellt werden. Dieses System gehört in den Pkw-Modellen ID.3, ID.4 und ID.5 hingegen zur Serienausstattung. Im Multivan 6.1 kostet dieses Extra derzeit 1.011,50 Euro.

Die Anhängelast liegt dem Sprecher zufolge bei 1.000 kg, wobei die Anhängerkupplung 952 Euro kostet. Die maximale Zuladung betrage bei beiden Modellen 650 Kilogramm. Zum Vergleich: Je nach Version variiert die Zuladung beim Multivan 6.1 laut ADAC-Angaben zwischen 655 und 770 kg.

Nachtrag vom 26. Juni 2022, 21:05 Uhr

VW hat die Pressemitteilung nachträglich korrigiert. Die Preise sind nicht "unter", sondern "ohne" Berücksichtigung des Umweltbonus angegeben worden.

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Rocketeer 06. Jul 2022

Ich bin auch schon mit einem Golf GTI 120km gefahren und hatte einen Verbrauch von 5,6l...

berritorre 20. Mai 2022

Das ist natürlich möglich. Aber insgesamt, wenn ich das richtig sehe, hat man halt 2...

Rulf 20. Mai 2022

normaler drehstrommotor...hab nochmal aufs typ-schild geschaut 315kw und sogar 2120kg...

BitBenno 20. Mai 2022

Ein Spezl von mir, hat sich gerade nen nigelnagelneuen Luftverpester-Bully gekauft. Muss...



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