Verizon Communications: Huawei will über 1 Milliarde US-Dollar aus den USA
Huawei Technologies will von Verizon Communications Lizenzgebühren in Höhe von insgesamt über 1 Milliarde US-Dollar. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Es ginge um mehr als 230 Patente des chinesischen Telekommunikationsausrüsters.
Die fraglichen Patente reichen von der Kernnetzausrüstung über die Festnetzinfrastruktur bis zur Internet-of-Things-Technologie. Vertreter von Huawei und Verizon haben sich vergangene Woche in New York getroffen, um einige der fraglichen Patente zu besprechen, teilte eine der Quellen mit.
Der Sprecher von Verizon, Rich Young, lehnte es ab, "zu diesem Thema Stellung zu nehmen, da es sich um eine potenzielle Rechtssache handelt." Verizon ist gemessen an der Kundenzahl der größte Mobilfunkbetreiber der USA, betreibt aber auch Festnetz und Seekabel.
Young erklärte jedoch: "Diese Probleme sind größer als Verizon. Angesichts des breiteren geopolitischen Kontexts hat jedes Problem mit Huawei Auswirkungen auf unsere gesamte Branche und wirft auch nationale und internationale Probleme auf."
Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium kündigte an, alle Geschäfte zu unterbinden, die ein Risiko für die USA darstellten und setzte Huawei auf eine schwarze Liste, die sogenannte Entity List. Belege für die vermeintliche Sicherheitsbedrohung wurden nie vorgelegt. Die Anordnung ist zwar für 90 Tage ausgesetzt, Huawei wird jedoch bereits nicht mehr mit Chips aus den USA beliefert, etwa von Broadcom.
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