Verizon: AOL-Eigner wollen Yahoo kaufen

AOL-Chef Tim Armstrong soll ein Angebot für Yahoo vorbereiten. Eigner Verizon will die Yahoo-Nutzer auf seinen Videostreamingdienst Go90 leiten.

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AOL (Straßenschild vor dem ehemaligen Unternehmenssitz in Sterling, Virginia)
AOL (Straßenschild vor dem ehemaligen Unternehmenssitz in Sterling, Virginia) (Bild: Joshua Roberts/Bloomberg via Getty Images)

Verizon Communications prüft ein konkretes Übernahmeangebot für Yahoo. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen informierten Insider. Der größte Mobilfunkbetreiber der USA soll Tim Armstrong, den Chef seiner AOL-Sparte, damit beauftragt haben, ein Angebot für Yahoo zu erstellen.

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Ein Auftrag an Banker für ein konkretes Angebot für Yahoo sei jedoch noch nicht erteilt worden, berichtet Bloomberg. Verizon hatte mehrfach bestätigt, Interesse an Yahoo zu haben. Verizon-Chef Lowell McAdam hatte auf CNBC erklärt, ein Angebot zu prüfen, wenn der Preis stimme.

Die Webbereiche von Yahoo

Yahoo Mail und Yahoo News sind laut Comscore zusammen die drittgrößten Websites in den USA mit 210 Millionen Besuchern im Oktober 2015. Die beiden Websites liegen nur hinter Google und Facebook. Yahoo besitzt auch Medienwebsites, die Fotoplattform Flickr und das im Mai 2013 für 1,1 Milliarden US-Dollar übernommene Blogging-Tool Tumblr. Laut Bloomberg bedeutet dies insgesamt eine Milliarde Nutzer.

Der US-Mobilfunkmarkt ist relativ gesättigt, die großen Konzerne Verizon, AT&T und Sprint kämpfen untereinander erbittert um Marktanteile. Verizon betreibt seine Videoplattform Go90, um neue Bereiche zu erschließen. Dazu erwarb Verizon für 200 Millionen US-Dollar Intels Videostreamingdienst Oncue. Verizon will die Yahoo-Nutzer auf Go90 leiten. Verizon kaufte AOL im Mai 2015 für 4,4 Milliarden US-Dollar. Damit wollte Verizon im Bereich mobiles Video und Anzeigen wachsen.

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Yahoo steht offiziell zum Verkauf. Um jährlich 400 Millionen US-Dollar zu sparen, müssen 15 Prozent der Beschäftigten das Unternehmen verlassen. Ende dieses Jahres soll das Unternehmen dann nur noch 9.000 feste und 1.000 externe Angestellte haben. Das wären 42 Prozent weniger als noch im Jahr 2012. Der Stellenabbau geht mit der Schließung der Yahoo-Büros in Madrid, Mailand, Dubai, Buenos Aires und Mexiko-Stadt einher.

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