Verizon: 5G auf dem Land wird nicht besser als LTE

5G werde außerhalb der Städte keine viel höhere Datenübertragungsrate als LTE bieten. Dazu sprach der Chef von Verizon in dieser Woche.

Artikel veröffentlicht am ,
5G bei Verizon
5G bei Verizon (Bild: Verizon/ Screenshot: Golem.de)

Die Datenrate von 5G wird sich außerhalb dicht besiedelter städtischer Gebiete nicht wesentlich von 4G unterscheiden. Das sagte Verizon-Chef Ronan Dunne auf der jährlichen Oppenheimer Technology, Internet & Communications Conference. "Wir werden ein landesweites 5G-Angebot bereitstellen, dabei ist die Annäherung an die Kapazität eines guten 4G-Services umso stärker, je niedriger die verwendete Bandbreite ist", erklärte Dunne, der den an der Kundenzahl gemessen größten Mobilfunkbetreiber der USA leitet.

Bänder auf niedrigeren Frequenzen beziehen sich im Allgemeinen auf ein Spektrum unter 1 GHz. Millimeterwellen sind 30 GHz und höher, aber Netzbetreiber verwenden den Begriff in den USA auch für Frequenzen über 20 GHz.

Bei frühen 5G-Installationen bedeutete Übertragung mit "Millimeterwellen eine Download-Geschwindigkeit zwischen 1 und 2 GBit/s", fuhr Dunne fort. "Die mittleren und unteren Bänder erreichen Datenraten im niedrigen Hunderterbereich, so ist die Unterscheidung zwischen den beiden schon sehr deutlich."

Mit steigender Frequenz sinkt die Reichweite, dafür steigt aber auch die erzielbare Datenübertragungsrate. 5G-Netze mit 10 bis 20 GBit/s wären mit Kanalbandbreiten ab 100 MHz im Bereich von 24 bis 86 GHz möglich. Diese Frequenzbereiche würden aber sehr viele Antennenstandorte benötigen.

Die US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) will weitere Frequenzbereiche aus dem hochfrequenten Millimeterspektrum versteigern. Die Versteigerung von Wellenbereichen in dem oberen 37-GHz-, 39-GHz- und 47-GHz-Band werde die größte Versteigerung von Frequenzbändern in der Geschichte der USA, teilte die FCC im April 2019 mit.

Die Versteigerung soll am 10. Dezember 2019 beginnen und 3.400 MHz an Spektrum in den drei Bändern frei machen.

In Deutschland wurden seit Mitte März die ersten Frequenzen für 5G versteigert, allerdings nicht im Millimeterspektrum, sondern in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz. Diese werden laut Deutscher Telekom die neuen Übertragungsraten von bis zu zehn Gbit/s aufnehmen. Die Bundesnetzagentur plant die Vergabe der für die lokale Nutzung vorgesehen 5G-Frequenzen bei 3,7 bis 3,8 GHz sowie 26 GHz.

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Ben Stan 13. Aug 2019

Gerade auf dem Land wird doch mobiles und schnelles Internet benötigt? In der Stadt würde...

DooMMasteR 12. Aug 2019

naja 5G kann mit massiver Bandbreite vor allem jenseits von 6 GHz punkten, nur gibt es...

Hydradread 10. Aug 2019

LTE reicht natürlich von der Geschwindigkeit aus um damit mobil zu surfen. 5g ist eher...

bummelbär 09. Aug 2019

Oder Antennen in Bäume integrieren :-) Jetzt muss die nur mal einer "kreuzen" und die...



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