Verizon: 1.000 Entlassungen bei Yahoo und AOL nach Übernahme

Bei Yahoo und AOL werden im Zuge der Übernahme durch Verizon 1.000 Arbeitsplätze abgebaut. Das berichtet das Onlinemagazin Recode(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mehrere informierte Personen. Damit werden weniger als 20 Prozent der Arbeitsplätze im Gesamtunternehmen reduziert. Das Unternehmen hat die Informationen nicht kommentiert. Recode verfügt über hervorragende Kontakte in das Unternehmen Yahoo und in das Management. In den Bereichen Personalwesen, Finanzen, Marketing und allgemeine Verwaltung gibt es Redundanzen.
Verizon hatte Yahoo für 4,8 Milliarden US-Dollar gekauft, den Preis aber um 350 Millionen US-Dollar reduziert, als ein Einbruch in die Nutzerdaten von Yahoo bekanntwurde. Verizon erwarb bereits im Mai 2015 AOL für 4,4 Milliarden US-Dollar.
Mayer geht dagegen mit über 200 Millionen US-Dollar
Die bisherige Yahoo-Chefin Marissa Mayer wird nach Abschluss der Übernahme Verizon verlassen. Mayer erhält durch den Verkauf des Kerngeschäfts von Yahoo an Verizon rund 23 Millionen US-Dollar. Mayer habe ein Anrecht auf eine Abfindung von 3 Millionen US-Dollar und Aktien im Wert von fast 20 Millionen Dollar, weil mit der Übernahme ihre Anstellung als Vorstandschefin "ohne Grund" ende. Das hatte das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung bekanntgegeben.
Am heutigen 8. Juni sollen die Aktionäre über die Übernahme durch Verizon abstimmen. Der Topmanagerin, deren Leistung in fünf Jahren an der Spitze des Internetkonzerns umstritten ist, soll der Verkauf rund 186 Millionen US-Dollar einbringen. Das geht aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervor, über die das Wall Street Journal berichtet hatte.