Verily: Alphabet stoppt Arbeit an Glukose-messender Kontaktlinse

Den Glukosespiegel in der Tränenflüssigkeit zu messen, ist nicht so einfach, wie die Google-X-Entwickler sich das vorgestellt haben. Sie haben deshalb die Arbeit an einer Kontaktlinse für Diabetes-Patienten eingestellt.

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Smarte Kontaktlinse : inkonsistente Messungen
Smarte Kontaktlinse : inkonsistente Messungen (Bild: Alphabet)

Verily, Alphabets Abteilung für Life Sciences, stellt die Entwicklung der smarten Kontaktlinse für Diabetes-Patienten vorerst ein. Das System lieferte nicht die gewünschten Ergebnisse.

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Vor vier Jahren hatte das Forschungslabor Google X das Konzept einer mit Sensoren ausgestatteten Kontaktlinse vorgestellt. Diese sollte den Blutzuckerspiegel in der Tränenflüssigkeit messen. Die Messungen sollten in Sekundenabständen erfolgen, so dass die Träger ihren Zuckerspiegel beinahe in Echtzeit hätten überwachen können. Der Pharmakonzern Novartis wollte die Kontaktlinse in Serie herstellen.

"In unserer klinischen Arbeit mit der Glukose-messenden Linse hat sich gezeigt, dass die Messungen des Glukosewerts in der Tränenflüssigkeit und im Blut nicht genug Übereinstimmung aufwiesen, um die Anforderungen an ein medizinische Gerät zu erfüllen", resümieren die Entwickler im Blog des Alphabet-Unternehmenszweigs Verily. Sie hätten sich deshalb dazu entschlossen, dieses Projekt erst einmal zu stoppen.

Verily wolle jedoch weiter an smarten Kontaktlinsen arbeiten, ebenso an Projekten zur Behandlung von Diabetes. Ziel sei, eine unauffällige und günstige Methode zur Messung des Zuckerspiegels zu entwickeln. Verily ist die medizinische Abteilung von Google X. Sie war im Zuge des Konzernumbaus von Google im Jahr 2015 in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert worden.

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