Verhandlungen: Telekom will 70 Prozent der 5G-Ausrüstung von Huawei

Die Gespräche zu 5G zwischen Huawei und der Deutschen Telekom zu 5G waren schon sehr weit fortgeschritten und ein Preis von 533 Millionen Euro stand bereits fest. Dann legte die Telekom wegen der Arbeit der US-Lobbyisten erst einmal alles auf Eis.

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Meetingroom am Frankfurter Flughafen
Meetingroom am Frankfurter Flughafen (Bild: Frankfurter Flughafen)

Die Deutsche Telekom ist bereits in fortgeschrittenen Gesprächen gewesen, um Huawei als Hauptlieferanten für Radio der neuen 5G-Mobilfunknetze beizubehalten, als die Verhandlungen aus politischen Gründen eingefroren wurden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters aus drei mit der Angelegenheit vertrauten Quellen. Huawei sollte 70 Prozent der Funkausrüstung zu einem Preis von 533 Millionen Euro (587 Millionen US-Dollar) liefern.

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Die Gespräche fanden im vergangenen Monat in Paris statt, als die Telekom laut den Quellen Gespräche mit Huawei und anderen Anbietern von 5G-Ausrüstung führte. Anschließend traf sich Telekom-Vorstandsmitglied Claudia Nemat am 3. Dezember am Frankfurter Flughafen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden von Huawei, Eric Xu. Ein Telekom-Sprecher sagte Reuters, der Zweck des Treffens habe darin bestanden, Huawei mitzuteilen, dass die Gespräche unterbrochen würden.

Huawei Deutschland hat den Bericht nicht kommentiert.

Die Telekom schließe keine neuen Verträge mehr mit Anbietern von 5G-Netzausrüstung ab, heißt es in einer Erklärung der Telekom. Wegen der anhaltenden politischen Debatte in Deutschland warte man, bis Klarheit herrsche, ob Huawei doch noch ausgeschlossen werde. "Wir informieren derzeit die Anbieter darüber." Man hoffe aber, baldmöglichst politische Klarheit über den 5G-Ausbau in Deutschland zu bekommen, "um nicht ins Hintertreffen zu geraten". Die Telekom setze aus Sicherheitsgründen immer auf mehrere Hersteller.

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Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte am 19. Dezember in Berlin, die Beteiligung von Huawei am deutschen 5G-Netz müsse zügig im neuen Jahr entschieden werden.

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