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Verhandlungen: Lenovo will IBMs x86-Serversparte kaufen

Lenovo hat wieder Interesse am Geschäft mit x86-Servern von IBM. Damit gibt es neben Dell einen zweiten Kaufinteressenten.
/ Achim Sawall
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eX5-Server von IBM (Bild: IBM)
eX5-Server von IBM Bild: IBM

Neben Dell will auch der chinesische Computerhersteller Lenovo die x86-Serversparte von IBM übernehmen. Das hat das Wall Street Journal aus informierten Kreisen(öffnet im neuen Fenster) erfahren. Lenovo erklärte in einer Pflichtmitteilung an der Börse in Hongkong, dass es Verhandlungen mit "Dritten über eine mögliche Akquisition" gebe, die aber noch am Anfang stünden.

Die Aktie von Lenovo stieg am Morgen um 3,5 Prozent.

Im Mai 2013 hatten IBM und Lenovo Verhandlungen über den Verkauf der x86-Sparte abgebrochen, die im April 2013 begonnen hatten. Laut einem unbestätigten Bericht waren die Gespräche zu der Zeit bereits weit fortgeschritten. IBM und Lenovo konnten sich nicht auf den Preis einigen. Jährlich generiert IBM in dem Bereich einen Umsatz von rund 5 Milliarden US-Dollar. Lenovo soll den Wert des IBM-Konzernteils unter 2,5 Milliarden US-Dollar angesetzt haben, IBM wollte mindestens 4 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster). Auch 2013 gab es eine Börsenmitteilung in Hongkong, ohne den Verhandlungspartner zu nennen.

Durch die Krise auf dem PC-Markt ist Lenovo wieder offen für Verhandlungen über den Geschäftsbereich, der sich an Unternehmenskunden richtet. IBM will den Hardwarebereich loswerden, um sich auf sein Geschäft mit Software und IT-Services zu konzentrieren.

Im Jahr 2004 verkaufte IBM seine PC-Sparte: Lenovo übernahm die Think-Produktlinie und die Markenrechte für 1,75 Milliarden US-Dollar.

Ein weiterer Kaufinteressent ist der Computerhersteller Dell. Es ist jedoch nicht bekannt, wie ernsthaft die Verhandlungen zwischen IBM und Dell geführt werden. IBM und Dell haben die Berichte bisher nicht kommentiert.

Laut dem IT-Forschungsunternehmen Gartner wurden im vierten Quartal 2013 weltweit insgesamt 82,6 Millionen PCs verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von 6,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit wurde der PC-Markt im siebten Quartal in Folge kleiner. Laut Berechnungen von Gartner und IDC ging der Umsatz auf dem PC-Markt im Jahr 2013 um zehn Prozent zurück. Das sei einer der schwersten Einbrüche, den der Bereich je verzeichnete.


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