Abo
  • Services:

Verhaltenskodex: Google verabschiedet sich von "Don't be evil"

Google hat kürzlich das Motto "Don't be evil" aus seinem Verhaltenskodex entfernt. Es war nicht nur intern im Unternehmen umstritten. Immer wieder führte der Leitspruch "Sei nicht böse" zu hitzigen Debatten.

Artikel veröffentlicht am ,
Google verabschiedet sich von seinem Motto "Don't be evil".
Google verabschiedet sich von seinem Motto "Don't be evil". (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Öffentlich äußern mag sich Google dazu bisher nicht. Gizmodo hat bemerkt, dass Google den eigenen Verhaltenskodex für das Unternehmen vor einigen Wochen modifiziert hat, ohne dies kenntlich zu machen. Das Internetarchiv Wayback Machine belegt, dass das langjährige Unternehmensmotto bei Google bis zum 21. April 2018 noch immer "Don't Be Evil" ("Sei nicht böse") hieß. Mindestens seit dem 4. Mai 2018 fehlt dieses Motto im Verhaltenskodex von Google, wie Wayback Machine belegt.

Stellenmarkt
  1. Wacker Chemie AG, München
  2. AKDB, Regensburg

Googles Verhaltenskodex wurde nach Angaben des Unternehmens allerdings zuletzt am 5. April 2018 aktualisiert und seitdem nicht mehr verändert. Es ist derzeit nicht bekannt, warum die Änderung nicht dokumentiert wurde. Eine Anfrage an Google von mehreren US-Medien blieb bislang unbeantwortet. Am Ende des Verhaltenskodex taucht die Formulierung nochmals auf, aber weniger als Motto. Zudem richtet sich die Aussage explizit an den Umgang der Mitarbeiter untereinander: "Und denk dran ... sei nicht böse, und wenn du etwas siehst, von dem du denkst, dass es nicht richtig ist - sag es!"

Das Motto "Don't be evil" war über viele Jahre lang das Motto von Google und führte immer mal wieder zu Kontroversen. Auch bei Google selbst war das Motto von Anfang an umstritten. Mit der Änderung der Google-Unternehmensstruktur, bei der Alphabet zum Dachkonzern wurde, wurde der Leitspruch in "do the right thing" ("Mach das Richtige") geändert. Der Google-Leitspruch wurde aber weiter genutzt - bis er vor einigen Wochen aus dem Verhaltenskodex entfernt wurde.

Mehr als 3.000 Google-Mitarbeiter protestieren gegen Maven

Gizmodo erfuhr von Google-Mitarbeitern, dass das bisherige Motto als WLAN-Kennwort für den Internetzugang im Google-Shuttle dient. Mit dem Shuttle werden Mitarbeiter zum Google-Hauptquartier in Mountain View gefahren. Sie sollen so die Möglichkeit haben, abseits der Mobilfunkverbindung das Internet nutzen zu können.

Anfang April 2018 protestierten mehr als 3.100 Google-Mitarbeiter gegen das Militärprojekt Maven. Die Protestierenden sprachen sich in einem offenen Brief dagegen aus, die eigene künstliche Intelligenz für militärische Nutzung zu verwenden. Das Protestschreiben bezieht sich dabei auch auf das Google-Motto "Don't be evil" und fordert eine Google-Richtlinie, die die Mitarbeit an Kriegsführungstechnologie verbietet.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 9,99€

HorkheimerAnders 23. Mai 2018 / Themenstart

Oliver Janich Fan?

teenriot* 23. Mai 2018 / Themenstart

Don't Google Google? Computer say's: No?

HorkheimerAnders 23. Mai 2018 / Themenstart

Zeit mal wieder Anders zu zitieren: Ich wiederhole: auf die Überzeugung mehr zu treiben...

ManMashine 22. Mai 2018 / Themenstart

Und selbst vorher wirkte der Slogan "Don't be evil" eher wie eine Forderung an andere...

Karmageddon 22. Mai 2018 / Themenstart

So hoch muss man doch gar nicht anfangen. Schon dass Scannen privater Mails ist "evil...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Saugen oder Glitzern in Vampyr - Livestream

Es geht hoch her in London anno 1918, wie die Golem.de-Redakteure Christoph und Michael am eigenen, nach Blut lächzenden Körper erfahren.

Saugen oder Glitzern in Vampyr - Livestream Video aufrufen
Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
Volocopter 2X
Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
Von Nico Ernst

  1. Ingolstadt Flugtaxis sollen in Deutschland erprobt werden
  2. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
  3. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

Business-Festival: Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden
Business-Festival
Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden

Cebit 2018 Zur ersten neuen Cebit sind deutlich weniger Besucher als im Vorjahr gekommen. Dennoch feiern Messe AG, Bitkom und Aussteller den Relaunch der Veranstaltung als Erfolg. Die Cebit 2019 wird erneut etwas verlegt.

  1. Festival statt Technikmesse "Die neue Cebit ist ein Proof of Concept"

    •  /