Verhaftung: Student wollte bei Aufnahmeprüfung mit KI tricksen
In der Türkei ist ein Student festgenommen worden, der bei der Aufnahmeprüfung für einen Studienplatz betrogen haben soll. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster).
Laut Polizeiangaben fiel der Hochschulanwärter während der Prüfung durch sein verdächtiges Verhalten auf. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass er ein technisches System nutzte.
Ausgeklügeltes KI-System im Einsatz
Die Polizei der Provinz Isparta veröffentlichte ein Video, das den Aufbau des Betrugsversuchs zeigt. Im Hemdknopf des Studenten war eine kleine Kamera versteckt, die über einen in der Schuhsohle verborgenen Router über das Internet mit einer künstlichen Intelligenz verbunden war.
Die Knopflochkamera erfasste die schriftlich gestellten Prüfungsfragen. Die KI scannte diese, ermittelte die korrekten Antworten und übermittelte sie dem Studenten über einen kleinen Kopfhörer im Ohr.
Die Konsequenzen für den Studenten sind hart: Er wurde von der Polizei festgenommen. Eine weitere Person, die ihm bei dem Betrugsversuch geholfen haben soll, wurde ebenfalls verhaftet. Nähere Informationen dazu stehen noch aus.
Der Autor meint dazu:
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken, die mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in Prüfungssituationen verbunden sind. Bislang galten eher Hausaufgaben, Seminar- und Abschlussarbeiten als Ziel von KI-Betrugsversuchen, doch mit mehr Hardwareaufwand scheinen sich auch Liveprüfungssituationen mittels KI austricksen zu lassen.
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