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Verfüllen: Telekom und Vodafone verteidigen Trenching gegen Kritiker

Die Telekom hat viel in die Forschung und Tests rund um Trenching investiert, um das Verfahren zu verbessern. Laut deren Experten ist man seit Anfang 2019 am Ziel. Auch Vodafone meint, dass es anders nicht gehe.

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Trenching der Telekom
Trenching der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Erst seit Anfang 2019 hat die Deutsche Telekom ein "sehr hochwertiges und gut funktionierendes Verfahren entwickelt, um Trenches zu verschließen". Das sagte Kevin Jochum, der bei der Telekom Fachmann für das Thema Trenching ist, Golem.de auf Anfrage. Damit verteidigt der Festnetzbetreiber das Trenching gegen Einwände des Städte- und Gemeindetags Nordrhein-Westfalen vom März 2018. "Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Fahrbahn- und Gehwegoberflächen sowie deren Unterbau haben wir als Deutsche Telekom Technik eine Reihe von Begutachtungen sowie eine umfangreiche Studie durch akkreditierte Prüflabore durchführen lassen."

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Hierbei würde auch künstlich mit Frost bewittert, sowohl im praktischen Einsatz als auch im Labor, erklärte Jochum.

Bei Straßenbauarbeiten würden die im Trenchingverfahren verlegten TK-Linien starken Erschütterungen und Vibrationen sowie einer hohen thermischen Belastung ausgesetzt, wendet der Städte- und Gemeindetag ein. "Unsere Medien, insbesondere Glasfaserkabel, werden, sofern sie nicht ausreichend robust für den Einsatz in Trenches sind, in geeignete Schutzrohre oder Rohrverbände eingezogen", erklärte Jochum. Das Verdichten beim Wiederherstellen des Trenches habe daher keine Auswirkung auf die TK-Anlage, ebensowenig wie die Vibrationen durch den darüberfahrenden Verkehr.

Zudem bevorzuge die Telekom das Trenchen im Gehwegbereich, auf dem die Verkehrsbelastung und entsprechend einzuhaltende Verdichtungswerte oft geringer ausfallen als in Fahrbahnbereichen.

Das Trenchingverfahren eigne sich bei Straßen mit schlechter Bausubstanz nur bedingt, da die Ausführungsdauer erheblich von der Regel abweichen könne. "Mit dem von uns eingesetzten Flüssigasphalt, der beispielsweise auch auf Autobahnen zur Reparatur von Rissen eingesetzt wird, wäre es jedoch auch möglich, in beschädigten Straßen zu trenchen und eine entsprechende Qualität zu gewährleisten", sagte Jochum.

Vor einer Verlegung des Glasfaserkabels in der Rückenstütze des Bordsteines könne laut Städte- und Gemeindetag Nordrhein-Westfalen nur gewarnt werden, da ein Längsschnitt den Querschnitt der Rückenstütze schwächt.

Doch das Sägetrenching-Verfahren werde von Deutsche Telekom Technik zum aktuellen Zeitpunkt nicht aktiv vorangetrieben, da dessen "Faserbedarfe breitere Frästrenches erfordern". Sofern in der Rückenstütze gearbeitet wird, werde diese nicht durchtrennt und mit einem entsprechend adhäsiven Material wieder verfüllt.

Unionsfraktionsvize Ulrich Lange (CSU) erklärte: "Regeln sind da, um eingehalten zu werden. Die Mobilfunkanbieter hatten jahrelang Zeit, den Ausbau entsprechend der Auflagen umzusetzen. Deswegen muss die Bundesnetzagentur jetzt konsequent und zügig handeln." Außerdem sollte die Behörde ihre neu geschaffenen Kompetenzen nutzen und die Orte ermitteln, an denen sich Verbindungsabbrüche bei Telefonaten häufen. "Das ist gerade bei der Fahrt im Auto oder in der Bahn ein echtes Ärgernis und muss abgestellt werden. Das ist das Mindeste, was die Bürger von Unternehmen und Behörde erwarten dürfen."

Vodafone-Sprecher Thorsten Georg Höpken sagte dagegen pragmatisch: "Die Politik hat ambitionierte Ausbauziele formuliert. Mit dem klassischen Tiefbau allein sind diese bis 2025 nicht erreichbar. Daher brauchen wir alternative Verlegeverfahren wie das Trenching, um die knappen Ressourcen im Tiefbau zu entlasten."

Obwohl der Gesetzgeber die Nutzung von alternativen Verlegeverfahren in geringerer Verlegetiefe bereits ermöglicht habe, stießen diese Verfahren bei den Behörden immer wieder auf Unkenntnis und Widerstand.

Alternative Verlegeverfahren wie das Trenching würden den Breitbandausbau signifikant beschleunigen und die knappen Baukapazitäten besser nutzten. Dabei würden die Tiefbaukosten verringert, die den überwiegenden Teil der Kosten des Ausbaus ausmachen. "Insbesondere in Österreich und in skandinavischen Ländern haben die Betreiber positive Erfahrungen im bereits jahrelang erfolgreichen Einsatz dieser Techniken gemacht. Und auch wir können diese positiven Erfahrungen in Projekten wie Gehrden in Niedersachsen bestätigen", betonte Höpken. Man stehe bei Vodafone allen Verlegeverfahren offen gegenüber.

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M.P. 14. Jan 2020 / Themenstart

Ihr Chef wird das schon haben, in der Regel kriegen solche Servicepartner Zugriff auf...

schnedan 14. Jan 2020 / Themenstart

ist die Garantie abgelaufen und entstehende Schäden somit ein Problem der Anwohner

ul mi 14. Jan 2020 / Themenstart

Wer zahlt für das Rohr? Wer bestimmt, wann wo gebaut wird? Wenn ich als Firma Strom...

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