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Verfügbarkeit: 5G-Smartphones in Deutschland haben nur selten Netz

Im internationalen Vergleich haben Nutzer mit einem 5G- Smartphone in Deutschland nur zu 10,3 Prozent der Zeit auch ein 5G-Netzwerk verfügbar.
/ Achim Sawall
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Die App von Opensignal in Aktion (Bild: Opensignal)
Die App von Opensignal in Aktion Bild: Opensignal

In Deutschland liegt die Zeit, in der Nutzer mit 5G verbunden sind, bei nur 10,3 Prozent. Das geht aus einer neuen Erhebung von Opensignal hervor(öffnet im neuen Fenster) , die am 26. August 2020 vorgestellt wurde. In den Ländern Saudi-Arabien, Kuwait, Südkorea und der Metropole und Sonderverwaltungszone Hong Kong werden dagegen bereits über 20 Prozent erreicht. Gemessen wurde dies auf Smartphones, die 5G unterstützen.

In Saudi-Arabien ermittelten 5G-Nutzer mit 144,5 MBit/s über alle Standards die schnellste durchschnittliche Download-Rate, gefolgt von Kanada auf Platz 2, wo die 5G-Nutzer im Durchschnitt 90,4 MBit/s gemessen haben. Südkorea, das Land mit der bisher höchsten Akzeptanz für 5G, kam nur auf den dritten Platz.

Wird nur die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit mit 5G-Technologie betrachtet, ist das Ergebnis anders: Während Saudi-Arabien auf dem ersten Platz bleibt, springt Südkorea mit einer durchschnittlichen 5G-Download-Geschwindigkeit von 312,7 MBit/s auf den zweiten Platz. Großbritannien steigt in der Rangliste auf, wobei die USA, die Niederlande und Deutschland hier auf den letzten drei Positionen liegen.

Die Netzbetreiber haben in den USA bisher häufig nur 5G-Frequenzen im Mikrowellenbereich erhalten, weil das Militär das C-Band nutzt. Die schwächere 5G-Download-Geschwindigkeit in den USA hat den Grund, dass bei 600 MHz für T-Mobile US und bei 850 MHz für AT&T niedrigere Durchschnittsraten als bei 3,5-GHz verfügbar sind. Verizon erreicht jedoch bei einer anderen Messung von Opensignal in Teilen der USA mit 5G Downloadraten von 494,7 MBit/s.

Opensignal analysierte und verglich die 5G-Nutzererfahrung in den 5G-Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien, USA, Saudi-Arabien, Kanada und Südkorea im Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte August 2020. Das Unternehmen sammelt Daten aus der Suite von Opensignal-Apps und zudem über ein Netzwerk von Partnern, das nach den Angaben "ein breites Spektrum der Bevölkerung abbildet" .


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