Abo
  • Services:

Verfolgung von Manning und Snowden: Pressefreiheit in den USA bedroht

In den USA habe die staatliche Verfolgung von investigativen Journalisten und ihren Hinweisgebern ein nie gekanntes Ausmaß erreicht, kritisiert Reporter ohne Grenzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Edward Snowden
Edward Snowden (Bild: Sunshinepress/Getty Images)

Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen kritisiert die Einschränkungen der Pressefreiheit in den USA. In der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit kamen die USA auf Platz 46, 13 Plätze niedriger als im Vorjahr.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

In den USA habe die staatliche Verfolgung von investigativen Journalisten und ihren Hinweisgebern aus den Sicherheitsbehörden ein nie gekanntes Ausmaß erreicht. Die 35-jährige Haftstrafe für Chelsea Manning und die Jagd auf den NSA-Whistleblower Edward Snowden sollten Nachahmer offenbar abschrecken, Journalisten brisante Informationen über Regierung und Behörden zuzuspielen. Die Ausforschung von Telefonanschlüssen der Nachrichtenagentur Associated Press passe dazu, ebenso die Entscheidung eines Gerichts, dem New-York-Times-Reporter James Risen das Recht auf Aussageverweigerung im Prozess gegen einen mutmaßlichen Informanten abzusprechen.

Dem freien Journalisten Barrett Brown drohe eine Haftstrafe von bis zu 105 Jahren, weil er bei einer Recherche einen Link zu gehackten E-Mails einer Sicherheitsfirma in einem Chatforum veröffentlichte.

"Selbst Staaten wie die USA und Großbritannien rücken investigative Journalisten und ihre Hinweisgeber mittlerweile in die Nähe des Terrorismus", sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske in Berlin. "Dass Länder mit einer langen Tradition freier Medien in ähnliche Sicherheitsreflexe verfallen wie Diktaturen, ist unerträglich."

"Sich der Meinungsfreiheit rühmen und zugleich die Pressefreiheit derart massiv einzuschränken, geht nicht zusammen und macht Ersteres zu einer inhaltsleeren Floskel", so Stefan Liebich, Obmann der Fraktion Die Linke im Auswärtigen Ausschuss über die USA.

Im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung forderte der Vorsitzende des Journalistenverbandes DJV, Michael Konken: "Den Ankündigungen aus dem schwarz-roten Koalitionsvertrag zum besseren Schutz von Journalisten und Informanten vor Überwachung müssen schleunigst entsprechende Beschlüsse folgen." Das Beispiel ADAC habe gezeigt, dass Journalisten auf Informanten angewiesen sind: "Anders können sie ihre Kontrollfunktion nicht ausüben", sagte Konken. Dass Deutschland in der Pressefreiheitsrangliste von Platz 17 auf 14 vorgerückt sei, ist für Konken keine große Verbesserung.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 127,90€ (effektiver Preis für SSD 107,90€)
  2. (u. a. Battlefield 5, FIFA 19, Battlefront 2, NHL 19)
  3. (u. a. FIFA 19, New Super Mario Bros. U Deluxe, Donkey Kong Contry)
  4. (aktuell u. a. Ryzen 7 2700X 299€, Playstation-Store-Guthaben für 18,40€ statt 20€ oder...

Youssarian 17. Feb 2014

Die Formulierung 'genießen nicht einmal Schutz von seiten der Verfassung' ist an...

bad1080 14. Feb 2014

und wo unter martial law jeder ohne grund verschleppt werden darf und ja verschleppt ist...

Cyrano_B 13. Feb 2014

weil der Kommentar von Swinton in meinen Augen schon sehr bedeutend ist und es einfach...

mfeldt 13. Feb 2014

Man braucht nur das Verhalten der deutschen Presse bei der Diskussion um das...


Folgen Sie uns
       


Magic Leap One Creator Edition ausprobiert

Mit der One Creator Edition hat Magic Leap endlich seine seit Jahren angekündigte AR-Brille veröffentlicht. In Teilbereichen ist sie besser als Microsofts Hololens, in anderen aber schlechter.

Magic Leap One Creator Edition ausprobiert Video aufrufen
Vorschau Spielejahr 2019: Postnukleare Action und die nächste Konsolengeneration
Vorschau Spielejahr 2019
Postnukleare Action und die nächste Konsolengeneration

2019 beginnt mit Metro Exodus, Anthem, dem neuen Anno und The Division 2 richtig toll! Golem.de verrät, welche Blockbuster sonst noch kommen, was die Konsolenhersteller möglicherweise planen - und was auch Ende 2019 fast sicher nicht zum Spielen da sein wird.
Von Peter Steinlechner

  1. Slightly Mad Mad Box soll Konkurrenz für Xbox und Playstation werden
  2. Jugendschutz China erlaubt neue Computerspiele
  3. Jugendschutz Studie der US-Regierung entlastet Spielebranche

Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  2. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor
  3. Turing-Grafikkarte Nvidia plant Geforce RTX 2060

Kaufberatung: Die richtige CPU und Grafikkarte
Kaufberatung
Die richtige CPU und Grafikkarte

Bei PC-Hardware gab es 2018 viele Neuerungen: AMD hat 32 CPU-Kerne etabliert, Intel verkauft immerhin acht Cores statt vier und Nvidias Turing-Grafikkarten folgten auf die zwei Jahre alten Pascal-Modelle. Wir beraten bei Komponenten und geben einen Ausblick auf die kommenden Monate.
Von Marc Sauter

  1. Fujian Jinhua USA verhängen Exportverbot gegen chinesischen DRAM-Fertiger
  2. Halbleiter China pumpt 47 Milliarden US-Dollar in eigene Chip-Industrie
  3. Dell Neue Optiplex-Systeme in drei Größen und mit Dual-GPUs

    •  /