Verfilmung von Monster Hunter: Handlung? Schauspieler? Alles egal.

Paul W.S. Anderson hat alle Resident-Evil-Filme geschrieben oder inszeniert, mit seiner Frau Milla Jovovich hat er sich nun des Capcom-Spiels Monster Hunter angenommen. Fans des Games sind nicht begeistert.

Eine Rezension von Peter Osteried veröffentlicht am
Gleich kommt's.
Gleich kommt's. (Bild: Youtube (Screenshot: Golem.de))

Achtung! Wer nichts über den Inhalt von Monster Hunter wissen möchte, bevor er den Film schaut, sollte nicht weiterlesen.

Inhalt:
  1. Verfilmung von Monster Hunter: Handlung? Schauspieler? Alles egal.
  2. Ron Perlman ist, wie alle Figuren in Monster Hunter, nur Staffage

Schon nach der Veröffentlichung des ersten Trailers von Monster Hunter hat es in der Gamer-Gemeinde einen Aufschrei der Empörung gegeben. Wie so oft bei Verfilmungen von Spielen wurden unter anderem die Freiheiten bemängelt, die sich die Filmemacher für ihr Werk erlaubt haben.

Autor und Regisseur Paul W.S. Anderson, der vor gut 25 Jahren Mortal Kombat ins Kino brachte und später die Resident-Evil-Filme machte, dürfte es geahnt haben. Doch auch die Videospiel-Fans sollten sich eigentlich mittlerweile daran gewöhnt haben, dass Game-Filme nur selten wirklich gut sind - insbesondere, wenn ein RPG-Hit wie Monster Hunter auf die Leinwand gebracht wird. Denn für ein Spiel kann ein minimalistisches Narrativ reichen, für einen Film meist nicht.

Die Geschichte von Monster Hunter ist in einem Satz erzählt

Jedenfalls hat sich Paul W.S. Anderson über eine Geschichte offenkundig keine allzu großen Gedanken gemacht. Was ihn an dem Spiel interessierte und was er augenscheinlich einzig und allein umsetzen wollte: coole Fights gegen allerhand unterschiedliche Monster. Milla Jovovichs Figur gerät also, ohne Einführung, sofort mitten ins Getümmel. Dass sie überhaupt einen Namen hat, geht dabei fast unter. Er lautet Artemis.

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Artemis ist Soldatin und mit ihrem Trupp in irgendeiner namenlosen Wüste unterwegs, als sie in einen Gewittersturm gerät, der sie alle in eine andere Welt transportiert. Dort begegnen die Soldaten einer riesigen Kreatur, die sich unter Sand fortbewegt. Es folgt: Action. Mehr Action. Eigentlich nichts anderes als Action.

Die Animationen der Kämpfe sind toll

Die Zusammenfassung der Handlung von Monster Hunter ist also kurz und simpel: Artemis möchte nach Hause zurück. Das ist naheliegend und die einfachste Motivation, die ein Film als Handlung aufbauen kann. Eine Geschichte manifestiert sich allerdings erst nach einer Stunde - zuvor gibt es nur Action. Artemis kämpft gegen dieses Monster, Artemis kämpft gegen jenes Monster.

Fast schon bedauerlich ist dabei, dass es nur zwei Arten von Kreaturen gibt. Die Abwechslung bleibt damit ein wenig auf der Strecke. Aber ohnehin fragt man sich zu diesem Zeitpunkt bereits, wieso man sich diesen Film überhaupt ansieht.

Monster Hunter Rise - [Nintendo Switch]

Emotional berührt er nämlich nicht. Die Figuren sind nicht nur unterentwickelt, sie sind schlichtweg völlig leblos. Im Grunde sind sie wie die Avatare, in die Gamer schlüpfen - nur dass das Spiel ja noch die Interaktivität hat. Hier sieht man dem Spektakel lediglich zu. Allerdings: Wenn man eine gute Sache über Monster Hunter sagen möchte, dann, dass es tatsächlich ein Spektakel ist.

Man sieht dem Film an, dass hier einiges an Geld hineingesteckt wurde. Denn der Diablo und die spinnenartigen Baelidae sind großartig umgesetzt. Die Computeranimationen sind toll - auch und gerade, wenn die Monster direkt mit den Menschen interagieren. Es ist milde unterhaltsam, der Action zuzusehen, allerdings erinnert Monster Hunter an einen anderen Film, der Stil über Substanz stellte: Sucker Punch. Diese Art von Film sieht schön aus - was aber nicht reicht, um das Interesse der Zuschauer zwei Stunden lang zu halten.

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Ron Perlman ist, wie alle Figuren in Monster Hunter, nur Staffage 
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floxiii 06. Mär 2021

Meine Freundin hat auch so eine sexistische Kleiderwahl. Ganz übel das.

Eheran 06. Mär 2021

Sarah Connor ist ebenfalls ein Badass. Jedenfalls für die ersten 2 Teile, was danach...

der_wahre_hannes 05. Mär 2021

Ja, und nein. Es wurden auch Charaktere und Material extra für die Filme geschaffen...

deus-ex 05. Mär 2021

Monster Hunter hat als Spiel keine Geschichte. Warum sollte der Film eine haben. Monster...



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