Verfassungsschutz: Bayerischer Geheimdienst macht Angst vor Facebook

Der bayerische Verfassungsschutz rät Unternehmen zur "Löschung von zweifelhaften Postings in sozialen Netzwerken sowie notfalls auch zum Sperren dieser Netzwerke" für die Mitarbeiter.

Artikel veröffentlicht am ,
Bayerisches Wappen
Bayerisches Wappen (Bild: David Liuzzo/Wikipdia)

Der bayerische Inlandsgeheimdienst "Landesamt für Verfassungsschutz" hat am 3. Juli 2012 zusammen mit der Hochschule Augsburg eine Informationsbroschüre (PDF) über soziale Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die Unternehmenssicherheit erstellt und selbst herausgebracht.

Darin verweist der Geheimdienst darauf, dass der Automobilkonzern Porsche laut dem Nachrichtenmagazin Focus im Oktober 2010 den Zugriff auf die Plattform Facebook für seine Mitarbeiter sperrte. Dies sei aus Angst vor Wirtschaftsspionage geschehen. Doch, so erklärt der Geheimdienst, diese "Maßnahme für sich allein gesehen", wirke nur eingeschränkt. "Ein Verbot kann sich ausschließlich auf die Arbeitszeit beziehen und minimiert damit nur einen Teil der Risiken. Darüber hinaus sollte auf jeden Fall die Sensibilität der Mitarbeiter durch Schulungsmaßnahmen erhöht werden."

So könne "bereits ein einziger negativer Beitrag das Ansehen eines Unternehmens nachhaltig schädigen. Es muss auch davon ausgegangen werden, dass jede noch so unwichtige Kleinigkeit an die Öffentlichkeit getragen werden kann."

Nutzer, die einen Groll gegen ein Unternehmen hegten, könnten Gruppen in sozialen Netzwerken eröffnen, um zum Beispiel gegen die Firmenpolitik zu demonstrieren. Konkurrenten könnten zielgerichtet falsche Gerüchte streuen, um den Ruf eines Unternehmens zu schädigen. "Unternehmen sollten schon aus diesen Gründen aktiv Eigen- oder Fremddarstellungen im Internet beobachten. Nur so kann schnell und effektiv auf unerwünschte Inhalte reagiert werden."

Zufriedene Mitarbeiter, regelmäßig überprüfte Firmenprofile und "Löschungen von zweifelhaften Postings in sozialen Netzwerken sowie notfalls auch das Sperren dieser Netzwerke" können das Unternehmen vor Ansehensverlust schützen, rät der Geheimdienst. Zudem sei das Melden und Sperren von unerwünschten Inhalten in den sozialen Netzwerken möglich.

Die Broschüre kommt nach einer Beschreibung verschiedener bekannter Fälle von IT-Angriffen mittels Social Engineering zu dem Schluss, dass es "nicht generell schlecht (sei), einem sozialen Netzwerk anzugehören; schließlich ist mit sozialen Netzwerken eine gewisse persönliche und berufliche Vernetzung verbunden, die zunehmend wichtiger wird." Wegen der genannten Gefahren sei der richtige und verantwortungsvolle Umgang mit sozialen Netzwerken daher von elementarer Bedeutung.

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redbullface 12. Jul 2012

Notirische Schlechtlauner und macher.^^ Mein Gott, ich gucke kein TV und lese keine Bild...

Henny T 04. Jul 2012

Der Verfassungschutz bringt hier eine "Expertise" heraus die quasi jede Social Media...

Rheini 04. Jul 2012

Bitte was?

dc01 04. Jul 2012

"Aufgabe des Bundesverfassungsschutzes ist es, Informationen über verfassungsfeindliche...



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