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Verelox: Ex-Admin löscht alle Kundendaten von Hostingprovider

Ein ehemaliger Admin soll beim Hostingprovider Verelox alle Daten gelöscht haben. Das teilt das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Nach derzeitigem Stand sind zumindest einige der Daten dauerhaft verloren.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein ehemaliger Mitarbeiter soll bei Verelox alle Kundendaten gelöscht haben (Symbolbild).
Ein ehemaliger Mitarbeiter soll bei Verelox alle Kundendaten gelöscht haben (Symbolbild). (Bild: Morris MacMatzen /Getty Images)

Kunden des Hostingproviders Verelox brauchen derzeit starke Nerven: Das Unternehmen gibt auf seiner Webseite an, dass ein ehemaliger Administrator "alle Kundendaten und die meisten Server" gelöscht habe. Aus diesem Grund habe man sich entschieden, das eigene Netzwerk zwischenzeitlich vom Netz zu nehmen. Mittlerweile soll der Betrieb zumindest teilweise wieder laufen.

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Ob der ehemalige Administrator aus Frustration oder Rachegelüsten gehandelt hat, ist derzeit unklar. Dass ein ehemaliger Mitarbeiter derartigen Schaden anrichten kann, spricht nicht für die Sicherheit des Providers. Die Netzwerk- und Hostingservices des Anbieters wurden in mehreren Stufen wieder aktiviert - zunächst die dedizierten Server in den Niederlanden, mittlerweile sollen alle Server dieser Art wieder einsatzfähig sein, es sollen auch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden sein.

Clouddienste sind derzeit noch nicht wieder einsatzfähig

An einer Lösung für die Clouddienste wird nach Angaben von Verelox noch gearbeitet. Die Virtuellen Maschinen werden derzeit auf neue Server portiert. Offenbar wird es nicht möglich sein, alle betroffenen Kundendaten wiederherzustellen. Der Anbieter schreibt dazu: "Wir haben hart daran gearbeitet, die Daten wiederherzustellen, aber das war nicht für alle Daten möglich, die verloren gegangen sind."

Kunden sollen eine Kompensation erhalten, "wenn diese weiterhin an unseren Dienstleistungen interessiert sind", wie Verelox schreibt. Kunden mit besonders wichtigen Daten sollen sich an support@verelox.com wenden. Man werde mit den technischen Teams daran arbeiten, so viele Daten wie möglich zu retten.

Im Falle von Verelox ist der Verlust der Daten unfreiwillig und äußerst ärgerlich. Der Hacker Zoz Brooks hatte in einem Vortrag auf den Sicherheitskonferenzen Defcon und Troopers gezeigt, wie man die Daten eines ganzen Rechenzentrums dauerhaft loswird, ohne Menschenleben zu riskieren, falls das einmal notwendig sein sollte.

Nachtrag vom 12. Juni 2017, 10:42 Uhr

Die Aufräumarbeiten bei Verelox gehen weiter. Mittlerweile sind auch die meisten Cloud-Dienste wieder online. Da der ehemalige Administrator nach Auskunft der Firma in einigen Systemen Backdoors installiert haben soll, wurden die Instanzen neu installiert. Auch die Kunden sollen ihre Passwörter ändern. Lediglich bei den US-Nodes ist der Datentransfer nach Angaben des Unternehmens noch nicht abgeschlossen. Bis diese wieder verfügbar sind, wird es also noch etwas dauern.



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joeymartinj 14. Jul 2017

Hallo, Hat Jemanden dieses post gesehen? Der link ist ein beitrag von Verelox. Der...

My1 07. Jul 2017

okay es hängt auch immer davon ab was man genau macht, weil wenn für vieles der...

RipClaw 13. Jun 2017

Das sagst du aber die meisten denken an das Backup erst dann wenn sie eines brauchen. Da...

quineloe 13. Jun 2017

Ob es eine Ermittlung gibt ist noch offen. Bislang haben wir nur eine Behauptung. Dass...

rainn 13. Jun 2017

Ich kann niemanden von meinem vor Redner zustimmen, und sich immer an Gesetze zu halten...


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