Verelox: Ex-Admin löscht alle Kundendaten von Hostingprovider

Ein ehemaliger Admin soll beim Hostingprovider Verelox alle Daten gelöscht haben. Das teilt das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Nach derzeitigem Stand sind zumindest einige der Daten dauerhaft verloren.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein ehemaliger Mitarbeiter soll bei Verelox alle Kundendaten gelöscht haben (Symbolbild).
Ein ehemaliger Mitarbeiter soll bei Verelox alle Kundendaten gelöscht haben (Symbolbild). (Bild: Morris MacMatzen /Getty Images)

Kunden des Hostingproviders Verelox brauchen derzeit starke Nerven: Das Unternehmen gibt auf seiner Webseite an, dass ein ehemaliger Administrator "alle Kundendaten und die meisten Server" gelöscht habe. Aus diesem Grund habe man sich entschieden, das eigene Netzwerk zwischenzeitlich vom Netz zu nehmen. Mittlerweile soll der Betrieb zumindest teilweise wieder laufen.

Stellenmarkt
  1. Ingenieur (m/w/d) Vernetzung Automotive
    STAR ELECTRONICS GmbH, Sindelfingen (Home-Office möglich)
  2. Data Engineer (m/w/d)
    Matrix42 AG, Frankfurt am Main
Detailsuche

Ob der ehemalige Administrator aus Frustration oder Rachegelüsten gehandelt hat, ist derzeit unklar. Dass ein ehemaliger Mitarbeiter derartigen Schaden anrichten kann, spricht nicht für die Sicherheit des Providers. Die Netzwerk- und Hostingservices des Anbieters wurden in mehreren Stufen wieder aktiviert - zunächst die dedizierten Server in den Niederlanden, mittlerweile sollen alle Server dieser Art wieder einsatzfähig sein, es sollen auch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden sein.

Clouddienste sind derzeit noch nicht wieder einsatzfähig

An einer Lösung für die Clouddienste wird nach Angaben von Verelox noch gearbeitet. Die Virtuellen Maschinen werden derzeit auf neue Server portiert. Offenbar wird es nicht möglich sein, alle betroffenen Kundendaten wiederherzustellen. Der Anbieter schreibt dazu: "Wir haben hart daran gearbeitet, die Daten wiederherzustellen, aber das war nicht für alle Daten möglich, die verloren gegangen sind."

Kunden sollen eine Kompensation erhalten, "wenn diese weiterhin an unseren Dienstleistungen interessiert sind", wie Verelox schreibt. Kunden mit besonders wichtigen Daten sollen sich an support@verelox.com wenden. Man werde mit den technischen Teams daran arbeiten, so viele Daten wie möglich zu retten.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, online
  2. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  3. CEH Certified Ethical Hacker v11
    8.-12. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Im Falle von Verelox ist der Verlust der Daten unfreiwillig und äußerst ärgerlich. Der Hacker Zoz Brooks hatte in einem Vortrag auf den Sicherheitskonferenzen Defcon und Troopers gezeigt, wie man die Daten eines ganzen Rechenzentrums dauerhaft loswird, ohne Menschenleben zu riskieren, falls das einmal notwendig sein sollte.

Nachtrag vom 12. Juni 2017, 10:42 Uhr

Die Aufräumarbeiten bei Verelox gehen weiter. Mittlerweile sind auch die meisten Cloud-Dienste wieder online. Da der ehemalige Administrator nach Auskunft der Firma in einigen Systemen Backdoors installiert haben soll, wurden die Instanzen neu installiert. Auch die Kunden sollen ihre Passwörter ändern. Lediglich bei den US-Nodes ist der Datentransfer nach Angaben des Unternehmens noch nicht abgeschlossen. Bis diese wieder verfügbar sind, wird es also noch etwas dauern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


joeymartinj 14. Jul 2017

Hallo, Hat Jemanden dieses post gesehen? Der link ist ein beitrag von Verelox. Der...

My1 07. Jul 2017

okay es hängt auch immer davon ab was man genau macht, weil wenn für vieles der...

RipClaw 13. Jun 2017

Das sagst du aber die meisten denken an das Backup erst dann wenn sie eines brauchen. Da...

quineloe 13. Jun 2017

Ob es eine Ermittlung gibt ist noch offen. Bislang haben wir nur eine Behauptung. Dass...

rainn 13. Jun 2017

Ich kann niemanden von meinem vor Redner zustimmen, und sich immer an Gesetze zu halten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Drucker
Ohne Tinte kein Scan - Klage gegen Canon

In den USA wurde eine Sammelklage gegen Canon eingereicht: Klagegrund ist, dass einige 3-in-1-Geräte nur scannen, wenn Tinte vorhanden ist.

Drucker: Ohne Tinte kein Scan - Klage gegen Canon
Artikel
  1. Microsoft: Xbox-Kühlschrank kostet 100 Euro
    Microsoft
    Xbox-Kühlschrank kostet 100 Euro

    Microsoft bringt wie angekündigt einen Minikühlschrank im Design der Xbox Series X auf den Markt, der auch nach Deutschland kommen wird.

  2. Silicon Valley: Apple entlässt #Appletoo-Aktivistin
    Silicon Valley
    Apple entlässt #Appletoo-Aktivistin

    Apple hat Janneke Parrish gekündigt, die sich für die Offenlegung von Diskriminierung in dem Unternehmen einsetzte. Auch Netflix entlässt offenbar eine Aktivistin.

  3. Streaming: Squid Game soll Netflix 900 Millionen US-Dollar bringen
    Streaming
    Squid Game soll Netflix 900 Millionen US-Dollar bringen

    Die südkoreanische Serie Squid Game ist dabei, sich zu Netflix' größtem Erfolg zu entwickeln: Die Survival-Serie bricht mehrere Rekorde.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 37% Rabatt auf Corsair-Produkte • Mehrwertsteuer-Aktion bei MediaMarkt • Crucial BX500 1 TB 69€ • Aerocool Aero One White 41,98€ • Creative Sound BlasterX G5 89,99€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 248,99€) • Gamesplanet Anniv. Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /