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Vereinigung mit Ethernet Alliance: Erfolg macht separate NBase-T Alliance nutzlos

Mittlerweile finden sich 2.5GbE und 5GbE als Netzwerkgeschwindigkeit selbst in prominenten Produkten. Damit braucht es die NBase-T-Allianz, die maßgeblich die Arbeiten am 802-3bz-Standard verantwortete, nicht mehr.

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NBase-T erlaubt die Verwendung weit verbreiteter Netzwerkkabel.
NBase-T erlaubt die Verwendung weit verbreiteter Netzwerkkabel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nach nicht einmal fünf Jahren verschwindet die Netzwerkallianz NBase-T. Der Zweck der Allianz war es, neue Geschwindigkeiten im kupferbasierten Netzwerk zu ermöglichen, ohne dass die Infrastruktur zu sehr verändert werden musste. Das war zu einem Zeitpunkt, als absehbar war, dass Gigabit-Ethernet (GbE) mit 1 GBit/s zu langsam war. SSDs waren längst schneller und WLAN-Access-Points sollten mit dem Standard 802.11ac Wave 2 ein Problem werden. Doch 10GbE war schlicht zu teuer, arbeitete mit großen Chips und brauchte zu viel Energie. Dazu kam die Infrastruktur: Es brauchte neue Kabel, die zudem auf Kupferbasis nicht allzu lang werden durften, und das für Access Points wichtige Power over Ethernet (PoE) war nicht vorgesehen. Damit hatte die Industrie ein großes Problem.

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NBase-T sollte das ändern und definierte neue Geschwindigkeitsstufen: 2.5GbE und 5GbE samt PoE. Ersteres war für die damals zu erwartende neue Access-Point-Generation gut geeignet. Letzteres ist für NAS-Systeme interessant, ist aber mit einigen Kabeleinschränkungen verbunden.

Der NBase-T Alliance war kurz nach der Gründung im Oktober 2014 ein schneller Erfolg gegönnt. Schon auf der Computerfachmesse Cebit 2016 waren erste Produkte von Netgear zu sehen. Offiziell wurde NBase-T erst ein paar Monate später, als es unter dem Namen IEEE 802.3bz zu einem Standard erhoben wurde. Damit wurde aber klar: Der Standard hat sich in der Industrie durchgesetzt und ein offizielles IEEE-Siegel bekommen. Es folgten binnen Jahresfrist erste 2.5GbE-Access-Points von Netgear, ein NAS-System mit 2.5GbE, 5GbE und 10GbE von Buffalo und schließlich Apples iMac Pro, der ebenfalls 2.5GbE und 5GbE unterstützte. Zudem sanken die Preise schnell. Zum Jahresende 2017 gab es günstige Netzwerkkarten und zumindest 5GbE-Uplink-Switches kosteten nur noch ein paar Hundert Euro.

Die Arbeit der NBase-T Alliance ist damit abgeschlossen. Sie wird in der allgemeinen Ethernet Alliance aufgehen und als eigenständige Institution aufhören zu existieren. Die Arbeit zeigte auch, dass mitunter die Geschwindigkeit der Entwicklungen nicht mehr durchzuhalten war. Während Ethernet-Adapter mit 10 MBit/s schnell von Fast Ethernet (100 MBit/s) überholt wurden und später mit Gigabit-Ethernet erneut eine Verzehnfachung bis in die stromsparenden Notebooks möglich wurde, schaffte es kaum jemand, diesen Schritt mit 10GbE zu wiederholen. Diese Technik blieb weitestgehend Servern vorbehalten oder wurde in Aerohive-Access-Points-Sammlungen verwendet. Diese Ansätze von NBase-T wurden auch im Servermarkt als Lösung erkannt. 25GbE und 50GbE koexistieren zu den Geschwindigkeitsstufen 100GbE und 40GbE.

Einen Hintergrund zur Entwicklung von NBase-T alias 802.3bz liefert unser Artikel NBase-Talias 802.3bz: Schnelle und doch sparsame Kabelverbindungen aus dem Jahr 2016.



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dangi12012 10. Apr 2019

Das stimmt schon das 10Gbase-T von der Technologie etwas ganz anderes als 1Gbase-T ist...


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