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Vereinigtes Königreich: Hacker leaken Daten von über 100.000 Polizisten

Eine Cybergang hat eine Polizei-Datenbank des Vereinigten Königreichs geplündert und persönliche Daten unzähliger Strafverfolger veröffentlicht.
/ Marc Stöckel
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Persönliche Daten unzähliger britischer Polizisten stehen nun im Darknet. (Bild: PAUL ELLIS/AFP via Getty Images)
Persönliche Daten unzähliger britischer Polizisten stehen nun im Darknet. Bild: PAUL ELLIS/AFP via Getty Images

Eine Hackergruppe namens Exfilsquad hat Daten aus der britischen Police National Legal Database (PNLD) erbeutet und diese veröffentlicht. Wie Bleeping Computer berichtet(öffnet im neuen Fenster), befinden sich darunter Kontaktdaten von mehr als 100.000 Polizisten und anderem Personal aus Strafverfolgungsbehörden des Vereinigten Königreichs. Der Betreiber der PNLD bestätigte(öffnet im neuen Fenster) einen entsprechenden Vorfall.

Bei der PNLD handelt es sich um einen Rechtsinformationsdienst, der von mehreren britischen Polizeibehörden genutzt wird. Der Betreiber bietet zudem einen Dienst namens Ask the Police(öffnet im neuen Fenster) an, der sich den Fragen britischer Bürger stellt. Auch dieser soll von dem Sicherheitsvorfall betroffen sein.

Nach Angaben des Betreibers wurden Namen, Organisationen und beruflich genutzte E-Mail-Adressen von Polizisten, Mitarbeitern und anderen Fachkräften der Strafjustiz sowie Partnern und Kunden abgegriffen und im Darknet veröffentlicht. Bei Ask the Police sollen zudem Namen und E-Mail-Adressen von Nutzern betroffen sein, die das Portal in der Vergangenheit nutzten, um der Polizei eine Frage zu stellen.

135.000 Datensätze geleakt

Der PNLD-Betreiber versichert, dass bei dem Cyberangriff weder Passwörter noch andere Sicherheitsdaten kompromittiert wurden. Betroffene sollen zudem bereits informiert und mit Handlungsempfehlungen versorgt worden sein. Der Vorfall werde zusammen mit spezialisierten Cybersicherheitsorganisationen und der britischen National Crime Agency (NCA) untersucht, heißt es.

Der Angriff ist den Angaben zufolge am 26. Juli erfolgt. Exfilsquad behauptet im Darknet, von dem PNLD-Betreiber insgesamt 1,9 GByte an Daten erbeutet zu haben, darunter 135.000 Kontaktdatensätze. 114.000 davon werden direkt der PNLD zugeschrieben, weitere 21.000 der Plattform Ask the Police.

Bei Bleeping Computer heißt es, die Hackergruppe habe vor der Veröffentlichung der Daten ein Lösegeld gefordert. Gegenüber The Register(öffnet im neuen Fenster) betonte der PNLD-Betreiber allerdings, nie eine solche Forderung erhalten zu haben.


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