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Verdi: Wahl zwischen Pest und Cholera bei T-Systems

Der Betriebsrat von T-Systems stand unter starkem Druck, dem Stellenabbau zuzustimmen. Verdi versucht weiter, einen Kündigungsschutz zu erreichen.
/ Achim Sawall
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T-Systems-Beschäftigter im Rechenzentrum (Bild: Deutsche Telekom)
T-Systems-Beschäftigter im Rechenzentrum Bild: Deutsche Telekom

Laut Verdi haben die Betriebsräte bei T-Systems bei den Verhandlungen über den massiven Stellenabbau nur die Wahl zwischen zwei Übeln gehabt. Michael Jäkel, Verdi-IT-Bundesfachgruppenleiter, sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir sind mit dem Ergebnis beim Interessenausgleich und Sozialplan alles andere als zufrieden. Die Betriebsräte hätten bei den Verhandlungen über die Umstrukturierungspläne des Vorstandes, die sie von vornherein abgelehnt hatten, nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera." Den Plänen des Vorstandes fehlten strategische Ziele, er setze vor allem auf Stellenabbau. Unklar sei jedoch, wie das Unternehmen nach 2020/21 wieder Gewinne erwirtschaften solle.

"In den laufenden Tarifverhandlungen ging in der letzten Woche die fünfte Verhandlungsrunde ergebnislos zu Ende. Wir fordern vom Arbeitgeber, den Kündigungsschutz, der zum Jahresende ausläuft, bis 2020 bedingungslos fortzuführen." An diesem Punkt stelle sich die Konzernführung quer; sie wolle den Kündigungsschutz nur gewähren, wenn bestimmte Kennzahlen beim Personalabbau erreicht würden.

T-Systems-Chef Adel Al-Saleh hat die Einigung mit den Betriebsräten für einen Abbau von 6.000 Stellen gelobt. " Die viele Arbeit hat sich für beide Seiten absoulut ausgezahlt", sagte er dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster).

Ob das ausreiche, werde sich zeigen: "Wir haben einen guten Plan zur Reduktion von Kosten aufgelegt. Es gibt genaue Ziele für die nächsten Jahre. Ein Erfolg oder ein Scheitern hängt davon ab, wie gut wir den Plan auch umsetzen."

Zunächst müssten die Kosten gesenkt werden. Aber gleichzeitig werde T-Systems auch massiv in Wachstumsbereiche investieren. Diese sind IT-Sicherheit, Anwendungen für das Internet der Dinge, Cloud-Dienste und auch der Gesundheitssektor.


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