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Verdi: Streiks bei Amazon zum Black Friday und Cyber Monday

An vielen deutschen Standorten wird bei Amazon für drei Tage gestreikt. Ziel sind Black Friday und Cyber Monday.
/ Achim Sawall
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Die Streikbewegung bei Amazon läuft seit vielen Jahren. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Die Streikbewegung bei Amazon läuft seit vielen Jahren. Bild: Sean Gallup/Getty Images

Während der Sonderangebotstage Black Friday und Cyber Monday streiken Beschäftigte bei Amazon an vielen Standorten in Deutschland. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 29. November 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die Arbeitsniederlegungen haben in der Nacht vom 28. auf den 29. November begonnen und betreffen die Standorte Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen, Bad Hersfeld in Hessen, Koblenz in Rheinland-Pfalz, Leipzig (Sachsen) und Graben (Bayern). In Koblenz, Leipzig und Bad Hersfeld dauert der Streik bis in den frühen Dienstagmorgen. Gestreikt wird an den Standorten am Freitag, dem 29. November, am Samstag und Montag.

Amazon hat in Deutschland 13 Logistikzentren. Nicht gestreikt wird in Winsen, Brieselang, Pforzheim, Frankenthal, Mönchengladbach und Dortmund.

Die Streikenden fordern einen Tarifvertrag. "Amazon muss endlich seine unsägliche Blockadepolitik aufgeben. Das Unternehmen behauptet fortwährend, was für ein toller, transparenter Arbeitgeber man sei. Aber grundlegende Rechte werden den Beschäftigten vorenthalten und der Alltag bei Amazon besteht aus Arbeitshetze und extremem Druck", sagte Orhan Akman, Verdi-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel.

Im Mai 2013 waren an den Amazon-Standorten Bad Hersfeld und Leipzig Beschäftigte zum ersten Mal in einen Tagesstreik getreten. Laut Verdi führten die Arbeitskämpfe zu regelmäßigen Lohnerhöhungen, "vernünftigen" Kantinen, verbesserter Klimatisierung in den Lagerhallen, Weihnachtsgeld und besserem Gesundheitsschutz. Zudem hätten sie die Arbeiter gestärkt und eine zunehmende Vernetzung der Standorte über Ländergrenzen hinweg bewirkt. Hauptziel der Streiks bleibt allerdings ein Tarifvertrag.

Amazon verweigert weiter jedes offizielle Gespräch mit der Gewerkschaft. Amazon Deutschland lege jedoch Wert auf seine Betriebsräte, von denen einige auch Mitglieder bei Verdi seien, sagte Armin Cossmann, Regionaldirektor Deutschland für den Logistikbereich, Golem.de im Juli 2019. "Ich könnte es mir heute nicht mehr ohne Betriebsräte vorstellen." Cossmann ist für sechs deutsche Standorte zuständig. "Ich würde niemandem auch nur ansatzweise das Recht absprechen, an Streiks teilzunehmen oder der Gewerkschaft anzugehören." Amazon bezahle am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei.


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