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Verdi-Befragung: Viele ITler erwarten nicht, bis zur Rente durchzuhalten

Der Arbeitsdruck hat sich weiter verschärft. Beschäftigte müssen Abstriche bei der Qualität ihrer Arbeit machen. Über 77 Prozent identifizieren sich dennoch weiter stark mit dem Job.
/ Achim Sawall
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Druck nimmt weiter zu: der Job bleibt dennoch wichtig. (Bild: TripoAI / Achim Sawall/Golem.de)
Druck nimmt weiter zu: der Job bleibt dennoch wichtig. Bild: TripoAI / Achim Sawall/Golem.de

Der Arbeitsdruck in der IT-Branche hat massiv zugenommen. Das ist das Ergebnis einer von der Gewerkschaft Verdi durchgeführten Befragung(öffnet im neuen Fenster) unter rund 13.500 Beschäftigten.

"Bereits heute sind 34,7 Prozent der Befragten in starkem Maß gezwungen, Abstriche bei der Qualität der Arbeit zu machen, um das Pensum zu schaffen. 31,5 Prozent der Beschäftigten gehen nicht davon aus, unter den derzeitigen Anforderungen bis zum Rentenalter durchzuhalten" , heißt es in der Auswertung der Befragung, die am 12. Oktober 2025 vorgelegt wurde.

48 Prozent der Befragten berichten von einer hohen Arbeitsverdichtung innerhalb des vergangenen Jahres. Arbeitshetze und Zeitdruck sind für die Mehrheit der (53,3 Prozent) alltäglich. Gründe für Arbeitsstress seien vor allem "viele gleichzeitige Projekte und Vorgänge" , gaben 66,1 Prozent an.

Restrukturierung, Auslagerungen oder Reorganisation im Unternehmen

"Organisationsveränderungen und digitaler Wandel, inklusive KI, verursachen Sorgen und verschärfen die Anforderungen bei den Beschäftigten" , sagte Florian Haggenmiller, Verdi-Bundesfachgruppenleiter IKT. Mehr als vier Fünftel (81,7 Prozent) der Befragten gaben an, dass Organisationsveränderungen wie Restrukturierung, Auslagerungen oder Reorganisation im Unternehmen häufig stattfänden.

Mehr als drei Viertel (77,3 Prozent) identifizieren sich dennoch in hohem oder sehr hohem Maße mit ihrer Arbeit. Auch der kollegiale Zusammenhalt wird als gut bewertet; trotz schwieriger Rahmenbedingungen berichten fast neun von zehn Beschäftigten (88,4 Prozent) von kollegialer Unterstützung in hohem oder sehr hohem Maße.

Eine sehr große Mehrheit der Befragten (95,5 Prozent) hält Betriebsräte für sehr wichtig.


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