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Zweifelhafte Eigen-PR: Der Streit über das bezahlte Editing hat schon einen eigenen Wikipedia-Artikel.
Zweifelhafte Eigen-PR: Der Streit über das bezahlte Editing hat schon einen eigenen Wikipedia-Artikel. (Bild: Wikipedia.org/Screenshot: Golem.de)

Verdeckte Werbung Streit zwischen Wikipedia und PR-Firma eskaliert

Die Auseinandersetzung zwischen Wikipedia und einer PR-Firma über bezahlte Beiträge geht unvermindert weiter. Die Wikimedia-Foundation fordert das Unternehmen nun zur Unterlassung auf und droht mit rechtlichen Schritten.

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Die Wikimedia Foundation erhöht den Druck auf eine PR-Firma, um das bezahlte Bearbeiten von Artikeln in der Wikipedia einzudämmen. Die Organisation mit Sitz in Florida ließ am Dienstag der Firma Wiki-PR eine Unterlassungserklärung zugehen, mit der dem Unternehmen jegliche Mitarbeit an der Onlineenzyklopädie untersagt wird, solange die Nutzungsbedingungen der Community nicht eingehalten werden. Sollte gegen die Bedingungen der Unterlassungserklärung verstoßen werden, sei die Foundation bereit, "jegliche rechtliche Schritte zum Schutz ihrer Rechte zu unternehmen".

Wiki-PR wird vorgeworfen, eine "Sockenpuppen-Armee" mit Hunderten Accounts angelegt zu haben, mit denen "Tausende Artikel" über Personen, Organisationen und Produkte eingetragen wurden, die nicht den Qualitätsmaßstäben des Lexikons entsprechen. Nachdem der Missbrauch aufgedeckt worden war, hatte die Community bereits Hunderte Accounts sperren lassen. Wenige Tage später, am 25. Oktober 2013, wurden "freie und angestellte Mitarbeiter, Eigentümer sowie alle anderen, die im Auftrag von Wiki-PR für das Bearbeiten in der englischen Wikipedia bezahlt werden", aus der englischsprachigen Version des Lexikons gebannt. Der von der Community ausgesprochene Bann sollte erst dann aufgehoben werden, wenn Wiki-PR eine komplette Liste mit allen Sockenpuppen-Accounts sowie eine Liste mit allen bezahlten Artikeln vorlegte. Zudem sollte das Unternehmen in Zukunft nur noch auf transparente Weise gemäß den inhaltlichen Vorgaben des Lexikons mitarbeiten. Die Foundation wirft der Firma nun vor, trotz des Bannes aktiv seine Dienste weiter verkauft zu haben. Dies sei besonders verstörend, weil das Unternehmen gleichzeitig beteuere, zusammen mit der Community über die Erfüllung der genannten Bedingungen zu verhandeln.

Die Firma Wiki-PR bietet auf ihrer Website weiterhin Beratungsangebote rund um die Wikipedia an. Anders als noch vor einem Monat wird allerdings nicht mehr damit geworben, dass ihre 45 Wikipedia-Autoren und -Administratoren dabei behilflich sind, einen Eintrag anzulegen, der den Regeln und Maßstäben der Wikipedia entspricht. Jetzt heißt es nur noch: "Unsere Berater helfen Ihnen, die Wikipedia-Richtlinien einzuhalten." Und: "Wir bearbeiten Wikipedia-Einträge niemals selbst." Offenbar wurde gegen diese Behauptung jüngst wieder verstoßen.

Beim Auffinden von Sockenpuppen-Accounts könnte in Zukunft eine speziell entwickelte Software helfen. Entwickelt wurde sie von einer Gruppe Wissenschaftler der Universität des US-Bundesstaates Alabama in Birmingham. Sie analysiert den Schreibstil von Artikeln und identifiziert daran den Autor.


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Drizzt 21. Nov 2013

Leider falsch, speicherplatz kostet Geld. Der Platz für einen Artikel ist sicherlich...

Moe479 20. Nov 2013

(ver-)bannen (ver- oder)gebannt sein jemanden mit einem Bann belegen Ein durch aus...

IrgendeinNutzer 20. Nov 2013

+1

kaffepause 20. Nov 2013

da verbreiten viele NGOs ihre zweifelhafte Weltsicht, um die Meinung der Leser zu...



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