Verdächtige verhaftet: Betrüger plündern von Airbnbs aus fremde Bankkonten
Europol ist in Zusammenarbeit mit Eurojust und Strafverfolgungsbehörden aus Belgien und den Niederlanden am 3. Dezember ein Schlag gegen eine Bande von Phishing-Betrügern gelungen, die unter anderem aus Airbnb-Unterkünften heraus operiert haben soll. Wie die Europäische Polizeibehörde auf ihrer Webseite verkündete(öffnet im neuen Fenster) , nahmen die Einsatzkräfte im Rahmen von insgesamt 17 Hausdurchsuchungen acht Tatverdächtige fest.
Ziel der Angreifer war es den Ermittlern zufolge, sich telefonisch oder über das Internet Zugang zu Finanzdaten und dem Geld ihrer Opfer zu verschaffen. Dabei hätten sich die Täter häufig als Polizisten oder Bankmitarbeiter ausgegeben, hieß es. Bei älteren Zielpersonen seien Mitglieder der Bande manchmal auch persönlich an der Haustür erschienen.
Die Betrüger sollen hauptsächlich von den Niederlanden und Belgien aus operiert und in mindestens zehn europäischen Ländern wirtschaftliche Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro verursacht haben.
Das gestohlene Geld gab die Bande den Angaben nach unter anderem für Luxusuhren, Schmuck, Designerkleidung, Urlaube und Feiern in teuren Clubs aus. Ihre Vergnügungen sollen die Täter offen in sozialen Medien zur Schau gestellt haben.
Callcenter in Airbnb-Unterkünften
Bei den Durchsuchungen sicherten die Einsatzkräfte zahlreiche Beweismittel. Neben Luxusuhren, Schmuck und mehreren elektronischen Geräten wurden laut Europol auch "große" , aber nicht genau bezifferte Bargeldbeträge sowie eine Schusswaffe beschlagnahmt. Vier der acht Verdächtigen wurden in Belgien festgenommen, die übrigen in den Niederlanden.
Die Ermittlungen gegen die Phishing-Bande nahm Europol der Mitteilung zufolge schon im Jahr 2022 auf. Bei den Hauptverdächtigen soll es sich um niederländische Staatsbürger handeln. Nach Angaben der niederländischen Polizei(öffnet im neuen Fenster) richteten die Betrüger in einem luxuriösen Wohnhaus sowie in Airbnb-Unterkünften Callcenter ein, um von dort aus ihre Phishing-Kampagnen zu planen und mit den Zielpersonen zu telefonieren.
"Die Opfer wurden per E-Mail, SMS und Whatsapp-Nachrichten kontaktiert und dann über einen Phishing-Link auf eine gefälschte (Bank-)Webseite geleitet" , erklärte Jacqueline Bonnes von der Staatsanwaltschaft Rotterdam. Dort eingegebene Daten seien anschließend für betrügerische Anrufe missbraucht worden, um unter Vorspiegelung falscher Tatsachen "gnadenlos Bankkonten zu plündern" .
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