Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Wise verstieß mehrfach gegen Vorgaben zur Geldwäsche

Wise betont, dass sich etwa ein Drittel der Mitarbeiter um die "Bekämpfung von Finanzkriminalität" kümmern würde. Die Strafermittlungsbehörden werfen Wise abermals vor, sich nicht an Geldwäschegesetze zu halten und damit kriminelles Verhalten zu begünstigen.

Im Jahr 2025 wurde gegen die US-Tochtergesellschaft von Wise eine Geldstrafe von 4,2 Millionen US-Dollar verhängt. Nach einer Untersuchung durch Aufsichtsbehörden in sechs Bundesstaaten wurden Verstöße gegen das Bankgeheimnisgesetz und die Geldwäschegesetze im Rahmen des Programms zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung bemerkt. Damals hatte Wise alle Empfehlungen umgesetzt.

Die Regulierungsbehörde von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte 2022 eine Geldstrafe von 360.000 US-Dollar gegen die örtliche Wise-Tochtergesellschaft verhängt. Es ging darum, dass sich das Unternehmen nicht an die Vorgaben zur Bekämpfung der Geldwäsche gehalten hatte. Das Unternehmen hatte diese Vorwürfe nie bestritten.

Auch der Wise-CEO war schon Teil von Ermittlungen

Im Jahr 2021 fand die Belgische Nationalbank Beweise dafür, dass für hunderttausende von Kunden keine Adressnachweise vorlagen. Regulierungsbehörden zwangen die Bank dann, das nachzuholen. Kamen Kunden dem nicht nach, wurden die jeweiligen Konten eingefroren.

Auch gegen den CEO und Mitbegründer von Wise, Kristo Käärmann, wurden bereits Strafzahlungen verhängt. 2024 setzte die britische Finanzaufsichtsbehörde eine Geldstrafe von umgerechnet 420.000 Euro fest, weil Käärmann erhebliche persönliche Steuerprobleme nicht gemeldet hatte. Drei Jahre zuvor hatte der Milliardär eine Steuerstrafe in ähnlicher Höhe erhalten.


Relevante Themen