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Verbrauchsanalyse: Solaranlagen rechnen sich im Schnitt nach sieben Jahren

Investitionen in PV-Anlagen lohnen sich für Firmen vergleichsweise schnell. Vor allem bei einer eigenen Flotte mit E-Autos .
/ Friedhelm Greis
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PV-Anlagen auf Firmendächern können sich nach wenigen Jahren amortisieren. (Bild: Pixabay)
PV-Anlagen auf Firmendächern können sich nach wenigen Jahren amortisieren. Bild: Pixabay

Investitionen in die firmeneigene Solaranlage amortisieren sich etwa nach sieben Jahren. Das berechnete der Energiekonzern Eon auf Basis realer Stromverbrauchsdaten von drei typischen Unternehmensgrößen und -branchen. "Die Amortisationszeiten von durchschnittlich sieben Jahren für PV-Anlagen und drei Jahren für E-Mobilität machen deutlich, dass die Betriebe erheblich Kosten sparen können" , sagte Eon-Chef Filip Thon laut Pressemitteilung.

Für die Analyse betrachteten die Eon-Experten drei Unternehmen unterschiedlicher Größe aus den Branchen Einzelhandel, Chemie und Medizintechnik. "Für alle drei Unternehmenstypen wurden individuell passende Energielösungen aus den Bereichen Photovoltaik sowie E-Mobilität entwickelt und ihre Einsparungen ermittelt. Um besonders realitätsnahe Ergebnisse zu erhalten, liegen den Berechnungen reale Lastgänge der jeweiligen Wirtschaftszweige sowie entsprechende Werte zu Solarertrag und Flottenverbrauch zugrunde" , heißt es.

Den Berechnungen zufolge könnte ein Unternehmen für Medizinprodukte mit rund 200 Mitarbeitern über einen Zeitraum von 20 Jahren jährlich durchschnittlich 99.000 Euro mit einer Solaranlage sparen. Die Leistung der Solaranlage von 749 Kilowattpeak sei auf den Stromverbrauch angepasst. Der auf dem 6.000 Quadratmeter großen Dach produzierte Sonnenstrom könne zu 88 Prozent selbst verbraucht werden.

Noch schneller amortisiere sich die Umstellung auf Elektromobilität. Inklusive Anschaffung der Ladeinfrastruktur, Kosten für Ladestrom und Leasing zahle sich diese bei einem Fuhrpark mit 20 E-Autos im Vergleich zu Verbrennern schon nach einem Jahr aus. Ein großer Mittelständler könne über einen Zeitraum von zehn Jahren durchschnittlich mehr als 12.000 Euro im Jahr sparen.

Eigenverbrauch entscheidend

Für kleinere Firmen lohnten sich die Investitionen ebenfalls nach kurzer Zeit. "Die Anschaffung einer Ladesäule mit zwei Ladepunkten für einen kleineren Fuhrpark von fünf E-Pkw rechnet sich nach zwei Jahren. Hauptgrund sind die geringeren Stromkosten im Vergleich zu Ausgaben für Kraftstoff" , schreibt Eon.

Auch ein Einzelhändler profitiert von der Anschaffung der PV-Anlage rasch, was Eon am Beispiel einer Apotheke erläutert. "Die Amortisationszeit einer kleineren PV-Anlage von 23 Kilowattpeak auf einer angenommenen Dachfläche von 130 Quadratmetern beträgt im Beispielfall lediglich siebeneinhalb Jahre" , schreibt Eon. Fast genauso lange, sechseinhalb Jahre, braucht es, bis sich eine Ladestation mit zwei E-Autos zur Auslieferung von Medikamenten bezahlt gemacht hat. Das liege vor allem am höheren Anteil der Leasingkosten.

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Generell hängt laut Eon die Rentabilität einer Photovoltaikanlage für das Unternehmen direkt mit dem Stromverbrauch und dem Verbrauchsverhalten der Firma (Lastgang) zusammen. Für die Berechnungen berücksichtigte Eon jedoch nicht die Anschaffung von Batteriespeichern, um den erzeugten Strom zu puffern.

Beim Laden ihrer E-Autos sollten Firmen prüfen, ob diese langsam mit Wechselstrom oder schnell mit Gleichstrom geladen werden sollten. Zudem könnte ein Lastmanagement sinnvoll sein, um Lastspitzen zu vermeiden.

Für die Berechnungen wurden gemäß Eon reale Lastgänge, Strompreise inklusive Steuern, Abgaben und Umlagen der jeweiligen Wirtschaftszweige und Unternehmensgrößen herangezogen. Die angenommenen Kosten für Anschaffung und Montage der Solaranlage basierten auf marktüblichen Preisen. Auf Basis bisheriger Erfahrungen gehen Anbieter davon aus(öffnet im neuen Fenster) , dass die Module nach 20 Jahren noch einen hohen Wirkungsgrad aufweisen.


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