Verbraucherzentrale: Telekom verkauft Spotify-Kunden "für dumm"

Eine Verbraucherzentrale kritisiert die Telekom für die Drosselung von Spotify-Kunden scharf: Die Änderungen hätten nichts mit Netzneutralität zu tun. Die Telekom weist dies zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
Spotify
Spotify (Bild: Spencer Platt/AFP/Getty Images)

Eine Verbraucherzentrale wirft der Deutschen Telekom vor, bei ihren Änderungen der Spotify-Nutzung nicht ehrlich zu sein. Der Konzern hatte bekanntgegeben, seinen Partner Spotify nicht mehr von der Drosselung auszunehmen. Grund sei das Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung zur Netzneutralität zum 30. April 2016. Nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens müsse deswegen auch der Datenverkehr beim Streamen von Musik gedrosselt werden. Doch auch weiterhin belaste die Nutzung von Spotify das Datenvolumen nicht, versicherte das Unternehmen.

Stellenmarkt
  1. IT Business Analyst Sales & Purchasing (m/w/d)
    nora systems GmbH, Weinheim
  2. Softwareentwickler:in Kfz-Versicherung
    HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
Detailsuche

Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen erklärte am 4. April 2016: "Wenn nun die Telekom behauptet, dass sie mit der Änderung ihres Spotify-Modells dem neuen Netzneutralitätsgebot gerecht werden würde, wird wohl eher der Nutzer für dumm verkauft". Denn die Behauptung könne nur richtig sein, wenn sich das Streamen von Spotify auch bereits auf das Inklusivvolumens auswirke. "Da das Inklusivvolumen aber nach wie vor von der Spotify-Nutzung ungeschmälert bleibt und erst dessen ohnehin erfolgende Drosselung auch Spotify verhindert, hat das mit Netzneutralität sehr wenig zu tun", kritisierte Henschler.

Telekom wirft Verbraucherzentrale schlechten Stil vor

Telekom-Sprecher Philipp Blank erklärte Golem.de: "Wir halten uns an Recht und Gesetz. Dass die Verbraucherzentrale Sachsen die EU-Verordnung anders interpretiert, mag ja sein. Dass sie uns unterstellt, wir würden unsere Kunden für dumm verkaufen, ist schlechter Stil."

Die Nutzung von Spotify belaste das monatliche Inklusivvolumen des gebuchten Tarifs auch künftig nicht. "Das ist aus unserer Sicht eine zulässige Tarifdifferenzierung und entspricht dem Wunsch unserer Kunden. Erst wenn ein Kunde das Datenvolumen mit anderen Internetdiensten wie Videos, Mails, Messaging aufgebraucht hat, ist auch Spotify betroffen. Das ist die technische Gleichbehandlung des Internetverkehrs, die die Verordnung fordert. Daran halten wir uns", sagte Blank. Die Bundesnetzagentur sei hier die zuständige Aufsichtsbehörde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Thiesi 26. Apr 2016

Ich bezweifle ja stark, dass die reinen Kosten für eingekauften Traffic, den die DTAG...

Thiesi 26. Apr 2016

Dann gehst du falsch aus.

GodFuture 07. Apr 2016

Das Experten-Dossier, das den EU-Politikern zur Netzneutralität vorgelegt wurde, trug...

chris109 06. Apr 2016

"Inwiefern? Bekommen die Kunden etwa nicht das, wofür sie bezahlen? " Die Kunden werden...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bastel-Rechner
Mit dem Raspberry Pi auf einem Bildschirm zeichnen

Wir zeigen, wie auf einem 10,6-Zoll-Farbdisplay, angeschlossen an der GPIO-Leiste eines Raspberry Pi, gezeichnet werden kann. Programmiert wird in C#.
Eine Anleitung von Michael Bröde

Bastel-Rechner: Mit dem Raspberry Pi auf einem Bildschirm zeichnen
Artikel
  1. Geleaktes One Outlook ausprobiert: Wie Outlook Web, nur besser
    Geleaktes One Outlook ausprobiert
    Wie Outlook Web, nur besser

    Endlich wird das schreckliche Mail-Programm in Windows 10 und 11 ersetzt. One Outlook ist zudem mehr, als nur Outlook im Browser.
    Ein Hands-on von Oliver Nickel

  2. Luxuslimousine: Mercedes nimmt Basisversion des EQS vom Markt
    Luxuslimousine
    Mercedes nimmt Basisversion des EQS vom Markt

    Mit dem Start des EQE gibt es offenbar kaum noch Nachfrage nach der Basisversion des EQS von Mercedes-Benz.

  3. Milliarden-Übernahme: Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter
    Milliarden-Übernahme  
    Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter

    Mit Blick auf die Zählung von Spam-Konten bei Twitter hat Elon Musk gefragt, ob die mehr als 200 Millionen Twitter-Nutzer angerufen worden seien.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /