Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Verbraucherzentrale: Post- und Paket-Beschwerde-Tool ist online

Die Verbraucherzentralen bieten ein neues Online-Tool für Beschwerden bei der Paket- und Briefzustellung. Die meisten Beschwerden gehen bei DHL / Post ein.
/ Achim Sawall
8 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Briefkästen in Bayern (Bild: Michael Nguyen via Reuters Connect)
Briefkästen in Bayern Bild: Michael Nguyen via Reuters Connect

Im neuen Post-Beschwerde-Tool(öffnet im neuen Fenster) bieten die Verbraucherschützer Musterbriefe für Beschwerden und rechtliche Hinweise zu den Zustellproblemen. Betroffene erfahren mehr über ihr Recht auf Grundversorgung mit Postleistungen und ihren Anspruch auf Schadensersatz.

Die Fälle sind hinlänglich bekannt. Pakete werden regelmäßig nicht zugestellt, weil die Empfängerin im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses ohne Fahrstuhl wohnt. Die Abgabe beim Nachbarn wird zum schwarzen Loch, weil der Name unlesbar ist. Ein Paket wird laut Benachrichtigungskarte zugestellt, ist aber nicht eingetroffen. Eine Weiterbildung über die Bundesagentur für Arbeit kann nicht angetreten werden, weil ein Brief nie zugestellt wurde. Früher verschwanden regelmäßig ärztliche Rezepte aus der Post. Bei Geldgeschenken im Brief hält der Trend zum Diebstahl an.

Wo bleibt der Button zur Behördenpost per E-Mail?

Laut Bundesnetzagentur haben sich noch nie so viele Menschen über die Deutsche Post und ihre Konkurrenten beschwert wie im ersten Halbjahr 2025. 22.981-mal beschwerten sich Betroffene über Postdienstleistungen, das ist ein Zuwachs um 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 89 Prozent der Kritiken sind gegen die Deutsche Post/DHL gerichtet.

DHL kündigte im März 2025 an, 8.000 Arbeitsplätze abzubauen. Zugleich hat DHL im ersten Quartal 2025 einen Konzerngewinn von 786 Millionen Euro erwirtschaftet. Zum Jahreswechsel hatte der Konzern 187.000 Beschäftigte. Das Volumen im Briefgeschäft gehe seit Jahren zurück, hieß es zur Begründung.

Auch ist die Digitalisierung von Behördenpost noch immer nicht so weit, dass man Behörden auf Knopfdruck zur digitalen Zustellung verpflichten kann.


Relevante Themen