Verbraucherzentrale: Pearl zieht wegen Auslandskonten vor den Bundesgerichtshof

Der Onlinehändler Pearl will unbedingt verhindern, dass Kunden per Lastschrift von einem Konto im EU-Ausland zahlen können. Die Prüfmöglichkeiten gegen Betrug seien nicht ausreichend.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Pearl-Katalog
Der Pearl-Katalog (Bild: Pearl/Screenshot: Golem.de)

Pearl will ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe zu Auslandskonten nicht hinnehmen und wird Revision beim Bundesgerichtshof einlegen. Das teilte Unternehmenssprecherin Eyla Hassenpflug Golem.de auf Nachfrage mit. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hatte erfolgreich gegen den Versandhändler geklagt, weil dort Einzug per Lastschrift von einem Konto im EU-Ausland abgelehnt wurde.

Stellenmarkt
  1. Senior Storage Engineer (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Zuffenhausen, Wolfsburg
  2. Software-Ingenieure / -Architekten (m/w/d) Java/C++
    IVU Traffic Technologies AG, Berlin, Aachen
Detailsuche

Hassenpflug: "Der europäische Gesetzgeber hat nämlich leider die Prüfmöglichkeiten zur Validität von Kundendaten in ganz Europa nicht harmonisiert. Dadurch sind Betrugsmöglichkeiten, unter denen der Versandhandel allgemein und natürlich auch wir immens leiden, Tür und Tor geöffnet." In Deutschland würden 143 sich regelmäßig ändernde Prüfverfahren angewendet, um eine Kontoverbindung zu prüfen. Dadurch ließen sich deutsche Bankkonten "ziemlich gut verifizieren und der Betrug mit gefälschten Bankverbindungen wird so stark eingeschränkt. Vergleichbare sichere Prüfverfahren fehlen bei anderen Banken in der EU". Hassenpflug betonte, zu laufenden Verfahren ansonsten keine Stellungnahmen abzugeben.

Pearl gegen VZBV

Ein Kunde hatte vergeblich versucht, bei Pearl per Lastschrift von seinem Konto in Luxemburg zu zahlen. Auf Nachfrage erklärte der Kundenservice: "Bei Kunden, deren Wohnsitz in Deutschland ist, ist es uns leider nicht möglich, von einem ausländischen Bankkonto abzubuchen."

Das Oberlandesgericht ist der Ansicht, dass Pearl damit gegen die Sepa-Verordnung der Europäischen Union verstieß. Danach dürfen Zahlungsempfänger nicht vorgeben, in welchem Land der EU das Konto zu führen ist, von dem die Zahlungen erfolgen sollen.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Frank-Christian Pauli, Referent im Team Finanzmarkt beim VZBV, sagte Golem.de: "Es handelt sich um ein nach EU-Recht zwingend verbotenes Verhalten." Es werde von den Aufsichtsbehörden nur deswegen nicht unmittelbar per Verwaltungsakt und Bußgeld bei den dagegen verstoßenden Unternehmen geahndet, weil die zuständige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht gegen Unternehmen außerhalb des Finanzdienstleistungssektors tätig werden dürfe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ecv 19. Jul 2018

Hmm, direkt streichen lassen ohne dem laden eine Nachbesserung zu gewähren?

schulz_me 19. Jul 2018

aber das weiß ja auch jeder. man sieht ja schon an der aufmachung: nur blonde, hübsche...

Mixermachine 30. Mai 2018

Aktuell sind es 20 - 40 Dollar Cent für eine Transaktion im nächsten Block (10 Minuten...

Shoopi 30. Mai 2018

Lastschrift halte ich so ziemlich für den Standard. Zum einem bin ich zu Faul mich selbst...

KillerJiller 29. Mai 2018

Tja. Da kriegt Pearl wohl den Hals nicht voll. Nichts zahlen wollen aber trotzdem ein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klimaforscher
Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
Artikel
  1. Beats, E-Rezept, Vivobooks: Noch mehr neue Kopfhörer von Apple geplant
    Beats, E-Rezept, Vivobooks
    Noch mehr neue Kopfhörer von Apple geplant

    Sonst noch was? Was am 19. Oktober 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Kalter Krieg 2.0?: Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe
    Kalter Krieg 2.0?
    Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe

    Die Volksrepublik China soll eine Hyperschallwaffe getestet haben. China dementiert die Vorwürfe aber und sagt, es wäre ein Raumschiff gewesen.
    Eine Analyse von Patrick Klapetz

  3. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /